SWAV will mit IZBA gegen Fachkräftemangel vorgehen

Dem Fachkräftemangel etwas entgegensetzen - das will der Südwestdeutsche Augenoptiker-Verband (SWAV) jetzt mit der „Initiative Zukunft Beruf Augenoptik“ (IZBA). Diese wurde erst kürzlich zusammen mit den angeschlossenen Organisationen gegründet.

Jena-Kolloquium zum Thema „Fachkräfte“ – gewagt und gewonnen

Am Ende der Veranstaltung plauderte Prof. Dr. Stefan Degle, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, aus dem Nähkästchen. „Wie können Sie es wagen...?“, hätte ihn ein Augenoptiker in einer E-Mail gefragt, das Thema "Fachkräfte" für das 22. Augenoptische Kolloquium (23.11.2019) zu wählen. Offen blieb, woher die Entrüstung kam. Hatte der Augenoptiker Angst, Angestellte wegen der Veranstaltung zu verlieren? Fand er das Thema eines Kolloquiums nicht würdig genug? Falls dieser Augenoptiker anwesend war, so wird er am Ende der Veranstaltung eines Besseren belehrt worden sein.

„Ausbildung ist der einzige Weg, an qualifizierte Mitarbeiter zu kommen.“

Was (oder wen) beschäftigt den Betrieb heute angesichts des Fachkräftemangels? Welche Erwartungen setzen Ausbilder in ihre Lehrlinge? Was ist den jungen Menschen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz wichtig? Die DOZ besuchte Volker Dieterich, Geschäftsführer von Optik Dieterich in Heidelberg, und sprach mit ihm über seine Erfahrungen mit Auszubildenden. Erfahrung hat er, denn der Betrieb bildet seit mehr als 70 Jahren aus.

„Dann mach’s doch einfach und werde Augenoptiker!“

Fehlende Azubis und junge Fachkräfte in der Augenoptik? Dafür gibt es nach Meinung des Studienprojekts „Statt Nachwuchs-­Sorgen für Nachwuchs sorgen“ eine einfache Begründung: Die Generation Y, also die ab Mitte / Ende der 1980er Jahre geborenen Deutschen, brauche Vorbilder. „Wir sollten vier Charaktere schaffen, die die wichtigsten Aspekte des Berufs ausdrücken“, schlugen die Studenten daher jüngst auf dem Spectaris Trendforum in Berlin vor. Die DOZ fragte nach, wie die Umsetzung dieser Idee funktionieren soll. 

„Statt Nachwuchs-Sorgen für Nachwuchs sorgen“

Warum gibt es nicht genug Fachkräfte in der Augenoptik? Und wie können junge Menschen für den Beruf begeistert werden? Diesen Fragen gingen Studenten der International School of Management (ISM) und der University of Applied Sciences Europe (BiTS) aus Hamburg auf Anregung des Industrie­verbands Spectaris auf den Grund. Fünf Monate beschäftigten sie sich mit dem Thema „Statt Nachwuchs-Sorgen für Nachwuchs sorgen: Generation eYe – so begeistern wir die Generation Y wieder für den Optiker-Beruf“.

BA meldet weniger arbeitslose Augenoptiker als im Vorjahr

Im März diesen Jahres waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg 491 (03|2017: 569) augenoptische Fachkräfte arbeitslos und 1.042 (03|2017: 1.155) arbeitssuchend gemeldet. Im Vorjahresvergleich nahm die Anzahl der arbeitslosen Augenoptiker damit um 13,7 Prozent ab.

Fachkräftemangel – Mythos oder reale Gefahr?

„Wir finden keine Fachkräfte mehr.“ Fast täglich ist dieser Satz in der Branche zu hören. Der Fachkräftemangel ist real. Zwei Mal in Folge führte die Bundesagentur für Arbeit (Dezember 2015 und Juni 2016) den Augenoptiker in der Fachkräfte­engpassanalyse auf. Schon fast unbemerkt wurde der Augenoptiker im Dezember 2016 von der Liste gestrichen. Anfang dieses Monats nun wird die Arbeitsagentur die neue Fachkräfteengpassanalyse veröffentlichen.