Corona

Masken-assoziierte trockene Augen (MATA)

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes spielt im Kampf gegen das Coronavirus eine wichtige Rolle und muss von nun an vermutlich regelmäßig erfolgen. Dass die Maske gegen die Übertragung des Virus wirkungsvoll ist, ist erwiesen. Neu sind aber Nebeneffekte des regelmäßigen Maskentragens: beschlagene Brillengläser, Akne-ähnliche Hauterscheinungen (sehr passend „Maskne“ bezeichnet), und trockene Augen. Inwieweit der Mund-Nasen-Schutz für Letzteres verantwortlich ist, wird in neusten wissenschaftlichen Publikationen diskutiert.
Mann mit Brille trägt Maske

Brillenträger mit Mund-Nasen-Schutz

© Adobe Stock / Charles LIMA

In US-amerikanischen Augenarztpraxen fiel auf, dass ursprünglich symptomfreie Patienten in die Sprechstunden kamen und über trockene Augen klagten. Allein der Anstieg der Displayarbeit während des coronabedingten Lockdowns schien dies nicht vollständig zu erklären. Dass die Maske daran schuld sein könnte, wurde erst im Juni in einem augenärztlichen Blog berichtet, und erst später in wissenschaftlichen Publikationen belegt. Mittlerweile ist "Masken-assoziierte trockene Augen" (MATA) (oder MADE im Englischen, von „mask-associated dry eye“) eine der neusten Augenbeschwerden.

Geringere Luftzirkulation durch Maskentragen

Masken verringern den Luftfluss beim Ausatmen. Dabei entweicht die Luft oft seitlich, oder wenn die Maske nicht gut sitzt, eben auch nach oben. Der enge Spalt zwischen Wangen, Nase und Maske lässt die warme Luft verstärkt in Richtung Augen strömen. Brillenträger kennen die Situation beschlagener Brillengläser beim Maskentragen nur allzu gut.

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