Gesundheitspolitik im Ausland 100 Euro pro Jahr und Familie: Spanien erhöht Zuschüsse für Kinder-Sehhilfen
06.07.2026
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Spanien erhöht die Mittel für das Förderprogramm „Plan Veo“, nachdem bereits mehr als 325.000 Kinder und Jugendliche Zuschüsse für Brillen oder Kontaktlinsen erhalten haben.
Die spanische Regierung hat die Mittel für ihr Förderprogramm „Plan Veo“ deutlich von 50 auf 70 Millionen Euro erhöht. Grund ist die hohe Nachfrage: Seit dem Start des Programms am 17. Dezember 2025 haben bereits mehr als 325.000 Kinder und Jugendliche die Förderung für Brillen oder Kontaktlinsen in Anspruch genommen. Das Gesundheitsministerium war ursprünglich von rund 210.000 Begünstigten ausgegangen. Damit wurde die Prognose um etwa 55 Prozent übertroffen. Im Rahmen des Programms erhalten Familien einen Zuschuss von bis zu 100 Euro pro Kind und Jahr für Sehhilfen. Die Förderung gilt für Brillen, Kontaktlinsen, Brillengläser sowie notwendige Pflegemittel. Liegen die Kosten unter dem Förderbetrag, entstehen den Familien keine zusätzlichen Ausgaben. Übersteigen sie die 100 Euro, muss lediglich die Differenz selbst getragen werden. Zudem sind knapp 8.000 und damit ein Großteil der Augenoptikbetriebe in das Programm eingebunden.
Anspruch auf die Förderung haben alle Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 16 Jahre, bei denen eine Fehlsichtigkeit diagnostiziert wurde und die über das öffentliche spanische Gesundheitssystem abgesichert sind. Die Unterstützung wird unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt. Nach Angaben der Regierung soll damit sichergestellt werden, dass die Sehgesundheit von Kindern nicht von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Familien abhängt. Unbehandelte Sehprobleme könnten sich insbesondere im Schulalter negativ auf Lernen, Konzentration und Entwicklung auswirken. Mit der Aufstockung der Fördermittel reagiert die spanische Regierung auf die deutlich höhere Inanspruchnahme des Programms und will den Zugang zu einer augenoptischen Versorgung für Kinder und Jugendliche langfristig sichern.