Made in Germany. Made in Passau. Hinter den Kulissen bei Flair

Flair Sommerkollektion 2026

Aus der aktuellen Sommer-Kampagne: Das Model trägt die Fassung MOD 2504 aus der neuen 3D-Druck-Kollektion (erhältlich in drei Farbkombinationen).

© Flair

Erstveröffentlichung in der DOZ 09/2026.

Eine hochwertige Fassung verkauft sich im Premiumsegment nicht allein über Material und Design. Auch Herkunft, Fertigung und die Geschichte einer Marke können im Beratungsgespräch eine Rolle spielen. Für Augenoptikerinnen und Augenoptiker eröffnet sich daraus eine Chance: Wer die Geschichte hinter einer Marke kennt, kann ihren Wert nachvollziehbar vermitteln. Ein Unternehmen, das diesen Ansatz seit Jahrzehnten verfolgt, ist der Brillenhersteller Flair. Seit seiner Gründung im Jahr 1946 entwickelt und fertigt das Unternehmen seine Fassungen in Deutschland. Heute laufen die Prozesse am Unternehmensstandort Passau zusammen. Während viele Produktionsprozesse in der Brillenindustrie über verschiedene Länder verteilt sind, hält das Unternehmen bewusst an der Fertigung in Deutschland fest. „‚Made in Germany‘ ist klarer Teil unserer Markenidentität“, sagt Felix Prusseit, Produkt- und Marketingmanager bei Flair.

„Für Flair ist ‚lokal‘ im Sinne von regionaler Fertigung weit mehr als ein geografischer Begriff – es ist ein gelebtes Prinzip, das sich in Denken, Design und Fertigung durchzieht und die Markenidentität grundlegend prägt.“ Der Standort Passau ist dabei nicht nur eine Produktionsadresse. Design, Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Qualitätsmanagement arbeiten hier eng zusammen. Entscheidungen können unmittelbar getroffen werden, Prozesse bleiben transparent. „Die lokale Fertigung bietet uns viele Vorteile, wenn die Wege kurz sind und man die Menschen kennt, die am Erfolg eines Produktes beteiligt sind“, beschreibt Prusseit diesen Gedanken. „Während des gesamten Produktionsprozesses haben wir dadurch die Möglichkeit, jeden Schritt zu beeinflussen und so die gewohnt hohe Qualität zu sichern und zu garantieren.“ Viele aufeinander abgestimmte Arbeitsschritte fließen in jede einzelne Fassung ein, zahlreiche davon erfolgen bis heute in sorgfältiger Handarbeit.

Produktion bei Flair

„‚Made in Germany‘ bedeutet für mich zum einen Sicherheit, Qualität, Erfahrung und Transparenz. Nur so können wir unser Markenversprechen täglich einlösen. Und zum anderen bedeutet es die Lust und der Anspruch jedes Einzelnen, ein perfektes Produkt zu fertigen.“ Felix Prusseit, Produkt- und Marketingmanager

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Dabei spielen die Menschen hinter den Prozessen eine entscheidende Rolle. Viele Mitarbeitende und Zulieferer begleiten Flair seit Jahrzehnten. Erfahrung, handwerkliches Können und eingespielte Abläufe bilden die Grundlage für den eigenen Qualitätsanspruch. Lokale Fertigung bedeutet dabei aber keineswegs, den Blick auf die eigene Region zu beschränken. Gerade Premiummarken müssen internationale Trends verstehen und gleichzeitig ihrer eigenen Identität treu bleiben. Auch bei Flair entstehen die Impulse für neue Kollektionen im Austausch mit internationalen Märkten. „Die Inspirationen für unsere Designs bekommen wir aus der ganzen Welt und setzen diese dann mit unserer Expertise lokal um“, sagt Prusseit. Gleichzeitig pflegt das Unternehmen einen intensiven Dialog mit seinen Vertriebspartnern weltweit. „Wir gehen in Design und Farbgebung auf lokale Geschmäcker sowie Anforderungen ein. Neben der visuellen Komponente sind eine einheitliche Markenidentität und ein partnerschaftliches Verhältnis weitere wichtige Keyfacts.“ 

Herstellung Flair Brille

„Qualität beginnt für mich bereits bei der Auswahl und Prüfung unserer Materialien. Ich arbeite gerne für Flair, weil hier Sorgfalt, Teamgeist und unsere Verbundenheit mit Passau jeden Tag gelebt werden.“ Irmi Bachl – Farbkontrolle

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Dieser Qualitätsanspruch zeigt sich auch in der aktuellen Kollektion. Flair kombiniert klassische Handwerkskunst mit modernen Fertigungstechnologien wie dem 3D-Druck und verarbeitet überwiegend Titan - ein Werkstoff, der für seine Stabilität, Korrosionsbeständigkeit und sein geringes Gewicht geschätzt wird. So entstehen Fassungen mit filigranen Silhouetten, hoher Präzision und Tragekomfort. Inspirationen aus Architektur und dem Art-déco-Stil verleihen den Modellen zudem eine zeitlose Formensprache, die bewusst nicht kurzfristigen Modetrends folgt.

Endkontrolle bei Flair

„Für mich bedeutet ‚Made in Germany‘, dass wir jedes Detail im Blick haben. Nur Produkte, die unseren hohen Qualitätsansprüchen entsprechen, verlassen unser Haus. Es macht mich stolz, Teil eines Teams zu sein, das seit 80 Jahren für Präzision und Verlässlichkeit steht.“ Andrea Hecht – Qualitätssicherung Ausgangskontrolle

© Flair

Gerade diese Verbindung aus innovativer Technik und langlebigem Design macht den Qualitätsanspruch von „Made in Germany“ für den Kunden unmittelbar erlebbar. Für Flair geht die Bedeutung der Herkunftsangabe jedoch darüber hinaus. Sie liefert eine Geschichte, die im Beratungsgespräch den Wert einer Premiumfassung nachvollziehbar machen kann. Für Augenoptikerinnen entsteht damit – neben Material, Farbe und Design – ein weiterer Gesprächsansatz. Prusseit bringt diesen Gedanken auf den Punkt: „Neben Qualität und Design kauft die Kundschaft immer auch Soft Skills wie Tradition, Persönlichkeit, Historie und vor allem Vertrauen in die Marke Flair.“ „Made in Germany“ lebt nicht vom Label, sondern von den Menschen und der nachvollziehbaren Qualität dahinter. Für Augenoptiker wird genau das im Premiumsegment zum entscheidenden Mehrwert: eine Herkunft, die Vertrauen schafft und eine Marke, deren Geschichte sich glaubwürdig weitererzählen lässt.

Farbenpalette Flair

„Hinter jeder Flair-Brille stehen Menschen, die mit Erfahrung, Präzision und Leidenschaft arbeiten. ‚Made in Germany‘ ist für mich kein Label, sondern ein Versprechen, das wir jeden Tag gemeinsam in unserer Produktion einlösen.“ Erich Schreiner (Mitte) – Technischer Leiter

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Made in Germany oder Made in Europe?

Beide Angaben verweisen auf die geografische Herkunft eines Produkts. Sie sind jedoch keine eigenständigen Qualitätssiegel. Dennoch unterscheiden sie sich in ihrer Aussagekraft und Wahrnehmung – und können damit auch im Beratungsgespräch eine Rolle spielen.

Für das Beratungsgespräch: Die Herkunft allein entscheidet nicht über die Qualität einer Brille. Sie kann jedoch helfen, die Geschichte einer Marke zu erzählen. Gerade im Premiumsegment interessieren sich viele Kundinnen und Kunden für Transparenz, Fertigung und die Menschen hinter einem Produkt. Herkunft wird damit zu einem nachvollziehbaren Baustein der Markenidentität.

Vergleich Made in Germany und Europe

Geschrieben von

Ulrike Kafka

Ulrike Kafka

Ulrike Kafka erzählt am liebsten Geschichten, die Design und Persönlichkeit verbinden. Mit Gespür für Stil und Sprache bringt die Chefredakteurin von Sublime Eyewear die vielfältige Welt der Brillen zum Strahlen – auch in der DOZ.

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