Im Oktober in Berlin Hauptstadt Forum: Wie sieht die Augenversorgung von morgen aus?
08.09.2026
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Wie kann die augenmedizinische Versorgung künftig organisiert werden – und welche Rolle können Augenoptiker und Optometristen dabei übernehmen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des von Mirantus Health ausgerichteten Hauptstadt Forums, das am 8. Oktober unterschiedliche Akteure der Augenversorgung in Berlin zusammenbringt.
Den Auftakt bildet am Vormittag ein Besuch im Deutschen Bundestag. Dort ist ein Gespräch mit Dr. med. Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, über die politischen Rahmenbedingungen der Versorgung vorgesehen. Anschließend können die Teilnehmer die Dachterrasse und die Reichstagskuppel besuchen. Der Vormittag ist kostenfrei, aufgrund der begrenzten Plätze ist allerdings eine separate Anmeldung erforderlich.
Von der Bestandsaufnahme zu neuen Versorgungswegen
Am Nachmittag wechselt das Forum in den Maschinenraum Event Space. Inhaltlich ist das Programm in drei Blöcke gegliedert. Zunächst geht es um eine Bestandsaufnahme: Warum sind die Wartezeiten in der Augenheilkunde lang, wie groß ist der Veränderungsbedarf und welche regulatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielen eine Rolle? Dabei sollen die Perspektiven von Kliniken und Praxen ebenso berücksichtigt werden wie die von Krankenkassen.
Im zweiten Block rücken mögliche Lösungsansätze in den Mittelpunkt. Diskutiert werden eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Augenoptik und Augenheilkunde, telemedizinische Ansätze und bereits bestehende Modelle in Deutschland. Zudem soll der Blick über die Landesgrenzen hinausgehen. Unter anderem wird thematisiert, welche Versorgungsansätze sich in den USA etabliert haben.
Der dritte Teil richtet den Blick auf die Konsequenzen für die beteiligten Berufsgruppen. Wenn Augengesundheit im augenoptischen Betrieb künftig eine größere Rolle spielt, stellt sich nicht nur die Frage nach neuen Aufgaben für Augenoptiker und Optometristen, sondern auch nach möglichen Auswirkungen auf die Ausbildung. Gleichzeitig soll diskutiert werden, welches Potenzial niedrigschwellige Versorgungsangebote aus Sicht niedergelassener Augenärzte und der Universitätskliniken bieten.
Referierende aus unterschiedlichen Bereichen
Entsprechend breit ist das Podium besetzt. Aus der Ophthalmologie nehmen unter anderem Prof. Dr. Antonia Joussen, Direktorin der Augenklinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin, und Prof. Dr. Thomas Ach, stellvertretender Klinikdirektor der Universitäts-Augenklinik Bonn, teil. Die Perspektive der Augenoptik vertritt unter anderem ZVA-Präsident Kai Jaeger. Mit Prof. Holger Dietze von der Berliner Hochschule für Technik ist zudem die Optometrie vertreten.
Auch die Sicht der Kostenträger fließt in die Diskussion ein: Für die Techniker Krankenkasse nehmen Michael Schmitz, Leiter Einzelverträge im Fachbereich Regionales Stakeholdermanagement und Innovation, sowie Alexander Krauß, Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen, teil. Internationale und wissenschaftliche Perspektiven bringen unter anderem Ass. Prof. Sophia Wang vom Stanford Byers Eye Institute und Prof. Ariel Stern, Professorin für Digital Health, Economics & Policy am Hasso-Plattner-Institut, ein.
Zwischen den drei Themenblöcken sind bewusst längere Networking-Pausen vorgesehen. Ab 19 Uhr endet das Hauptstadt Forum mit Flying Buffet, Drinks und weiterem Austausch.
Weitere Informationen zum Hauptstadt Forum und zur Anmeldung finden Sie auf der Partnerseite von Mirantus Health auf dem COE Campus. Außerdem gibt es eine eigens zum Hauptstadt Forum eingerichtete Veranstaltungsseite.