Pilotprojekt in Sachsen gestartet Mirantus und Techniker Krankenkasse bieten Versicherten kostenlose Augenuntersuchungen

Mirantus Gründer

Das Mirantus Gründerteam: (v.l.) Philipp Deutschen, Dr. med. Claus Gruber und Dominik Pederzani.

© Mirantus

Im Rahmen des Pilotprojekts steht TK-Versicherten ab 18 Jahren und ohne akute Beschwerden ein kostenloses Untersuchungspaket zu, das eine Visusprüfung, Refraktion, Netzhautaufnahmen, Vorderabschnittsaufnahme mittels Spaltlampe und eine anschließende Auswertung durch Augenärzte mit Ergebnisbericht umfasst. Auf der Mirantus-Website können Interessierte nach teilnehmenden Augenoptikern suchen und Informationen zu den Haltestationen des Mirantus-Augenmobils finden. Termine werden ebenfalls online gebucht. Erst Ende 2025 hatte Mirantus eine Partnerschaft mit EssilorLuxottica bekanntgegeben, mit der das Berliner Unternehmen seine Eye-Health-Plattform Mira weiter ausbauen will (die DOZ berichtete online). 

Der Selektivvertrag ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und soll insbesondere in ländlichen Regionen eine schnelle, wohnortnahe und qualitätsgesicherte Versorgung ermöglichen und augenärztliche Praxen entlasten, heißt es von Seiten der TK. 

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Über Mirantus Health

Mirantus wurde 2022 als Forschungs-Spin-off gegründet und entwickelt digitale Lösungen für eine lokal verfügbare, strukturierte Augenvorsorge. Das HealthTech-Unternehmen hatte mit dem Einsatz der Software "Mira" in sogenannten Augenmobilen gestartet, um in unterversorgten Regionen mit eigenen Augenoptikerinnen und Augenoptikern Augenscreenings anzubieten (die DOZ berichtete in einem ausführlichen Interview). Seit 2025 können auch Augenoptikerinnen mit der modular aufgebauten Software vor Ort Netzhautaufnahmen, Augeninnendruckmessungen, Spaltlampenaufnahmen, Refraktionsdaten und Sehschärfentests durchführen und die Messergebnisse digital zur Auswertung an Augenärzte weiterleiten. Innerhalb von 24 bis 48 Stunden erhalten die Kundinnen einen ausgewerteten Ergebnisbericht. Dieser stellt dabei keine Diagnose dar, sondern zeigt den Untersuchten auf, ob es Auffälligkeiten gibt, die abklärungsbedürftig sind.

Geschrieben von

Angelika Miller

Angelika Miller

Angelika Miller ist die Online-Fee des DOZ-Verlags und kümmert sie sich um alles Digitale: von Newsletter-Strategien über die Koordination mit dem Social-Media-Team bis zum Relaunch der neuen Verlagswebsite.

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