„Mutig sein, um belohnt zu werden“ Zweimal Walter, einmal Ebner: Wie eine Augenoptikerin für sich das ideale Betriebsmaß fand
27.02.2026
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Augenoptikermeisterin Stefanie Ebner, vormals Walter, führt mittlerweile drei Betriebe unter zwei verschiedenen Namen. Ihre Aufgaben haben sich dadurch durchaus gewandelt.
Erstveröffentlichung in der DOZ 03/26
Den sprichwörtlichen Sprung ins kalte Wasser zu wagen, ist Stefanie Ebner gewohnt – schon ihre Geschichte als Geschäftsinhaberin begann so. Mit gerade einmal 23 Jahren gründete sie 2005 die Optik Walter GmbH in Fürstenfeldbruck – unter ihrem damaligen Familiennamen. „Meine Mutter hatte mitbekommen, dass im Einkaufszentrum noch ein Augenoptiker fehlte, brannte sofort für diese Idee und fragte mich, ob ich Lust hätte, das Geschäft zu führen.“ Folgerichtig stand Mutter Eleonore ihrer Tochter zu Beginn in der Geschäftsleitung zur Seite – und brachte die eigene Erfa rung ein. Zusammen mit ihrem Mann Georg leitete sie im nahe gelegenen Dachau bereits seit 1984 ein eigenes Augenoptik-Fachgeschäft. Einmal in die Fußstapfen getreten, übernahm Stefanie Ebner 2019 auch den elterlichen Betrieb.
Fünf Jahre später zog die Liebe Stefanie Ebner an den Tegernsee. Die Folge: Mit der Hochzeit änderte sich ihr Nachname und mit dem neuen Heimatort kam eine logistische Herausforderung hinzu. Da sie die beiden Walter-Geschäfte nicht aufgeben wollte, pendelte sie nahezu täglich rund 180 Kilometer hin und zurück; dazu kamen noch 20 Kilometer zwischen den beiden Läden. Doch damit nicht genug: Bald reifte in ihr der Wunsch nach einem dritten Geschäft – diesmal in ihrer neuen Heimat.
Weniger Tätigkeiten im Laden, dafür mehr im Büro
Die Lösung, wie sich dieser Wunsch umsetzen und gleichzeitig Aufwand sparen ließ, lag für die findige Unternehmerin auf der Hand. Schon mit zwei Betrieben hatte sich eine Prognose eines Bekannten bestätigt: Je größer das eigene Geschäft wird, desto mehr entfernt sich die Arbeit von dem, was man ursprünglich gelernt hat.