ZVA-Stimmungsbild Sorge vor Minijob-Aus
15.07.2026
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Minijobs helfen vielen Augenoptikbetrieben, Stoßzeiten und personelle Engpässe abzufedern. Eine Einschränkung könnte laut einem ZVA-Stimmungsbild vor allem kleinere Betriebe belasten.
Eingesetzt werden Minijobber demnach insbesondere bei organisatorischen, administrativen und servicebezogenen Aufgaben. Die Rückmeldungen reichen von Empfang, Terminvergabe und Telefonservice über Verkauf, Warenpflege und Lagerarbeiten bis hin zu Inventur, Dekoration und Raumpflege. Gleichzeitig helfen geringfügig Beschäftigte dabei, Stoßzeiten und Samstage sowie krankheits- oder urlaubsbedingte Engpässe abzudecken. Eine Abschaffung oder deutliche Einschränkung von Minijobs könnte nach Einschätzung der teilnehmenden Betriebe höhere Kosten und zusätzlichen Verwaltungsaufwand verursachen. Mehrere Unternehmen gehen zudem davon aus, dass ein Teil der Beschäftigten nicht in ein reguläres Arbeitsverhältnis mit größerem Stundenumfang wechseln, sondern die Tätigkeit vollständig aufgeben würde. Als mögliche Folgen nennen die Betriebe eingeschränkte Öffnungszeiten, weniger Serviceleistungen und eine stärkere Belastung des vorhandenen Fachpersonals sowie der Betriebsinhaber.
Betroffen wären nach den Rückmeldungen insbesondere Menschen, die bewusst nur in begrenztem Umfang arbeiten möchten oder können. Dazu zählen etwa Rentner, Studierende, Eltern mit Betreuungsaufgaben, Berufsrückkehrer oder Beschäftigte mit einem Zweitjob. Zugleich zeigen die Antworten nach Angaben des ZVA, dass bei einer Reform auch die soziale Absicherung der Beschäftigten berücksichtigt werden müsse. Der Verband spricht sich deshalb für praxistaugliche und unbürokratische Lösungen statt einer pauschalen Abschaffung aus und will die Auswirkungen auf die Augenoptik in die weiteren Gespräche auf Handwerksebene einbringen. Hintergrund ist die aktuelle Diskussion über die künftige Ausgestaltung geringfügiger Beschäftigung. Wie die Deutsche Handwerks Zeitung berichtet, sieht die Alterssicherungskommission vor, den steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus von Minijobs weitgehend zu streichen und geringfügig Beschäftigte stärker in die Rentenversicherung einzubeziehen. Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) kritisiert die Pläne. ZDH-Präsident Jörg Dittrich bezeichnete die Vorschläge als „besonders problematisch“. Die Rückmeldungen aus der Augenoptik zeigen nun, dass die Debatte auch für die Betriebe der Branche Folgen haben könnte.