ZVA, biha, BIV-OT, SpiOST und VDZI Gesundheitshandwerke verlängern Kooperation bis 2031
03.07.2026
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Freuen sich über die neue Kooperationsvereinbarung und die Fortsetzung der Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke: (v.l.) Alf Reuter (Präsident, BIV-OT), Dominik Kruchen (Präsident, VDZI), Eberhard Schmidt (Präsident, biha), Kai Jaeger (Präsident, ZVA) und Jens Schulte (Präsident, SpiOST).
Geschlossen gegenüber der Gesundheitspolitik auftreten und gemeinsame Positionen vertreten: Dieses Ziel verfolgen die fünf Gesundheitshandwerke auch in den kommenden Jahren. Bei ihrer Klausurtagung in Berlin unterzeichneten die beteiligten Verbände eine neue Kooperationsvereinbarung, die die Zusammenarbeit bis Ende 2031 festschreibt.
Unterzeichnet wurde die Vereinbarung vom Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA), der Bundesinnung der Hörakustiker (biha), dem Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT), dem Spitzenverband Orthopädie-Schuhtechnik (SpiOST) sowie dem Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI). Mit der Fortsetzung der Arbeitsgemeinschaft wollen die Verbände ihrer gemeinsamen Interessenvertretung gegenüber Politik, Krankenkassen und weiteren Akteuren im Gesundheitswesen mehr Gewicht verleihen. Für die Augenoptik soll die Kooperation dazu beitragen, die Belange der Betriebe stärker in gesundheitspolitische Entscheidungen einzubringen.
ZVA-Präsident Kai Jaeger beim Unterzeichnen der neuen fünfjährigen Kooperationsvereinbarung der Gesundheitshandwerke.
Zusammen die Herausforderungen angehen
Im Mittelpunkt der künftigen Zusammenarbeit stehen Herausforderungen wie der demografische Wandel, die Fachkräftesicherung, die Digitalisierung des Gesundheitswesens sowie der Abbau bürokratischer Hürden. Darüber hinaus wollen sich die Gesundheitshandwerke gemeinsam für hohe Qualitätsstandards, eine starke Aus- und Fortbildung sowie eine bessere politische Sichtbarkeit ihrer Berufe einsetzen. Nach Angaben der Verbände gehören den Gesundheitshandwerken bundesweit rund 30.000 Betriebe mit etwa 192.000 Beschäftigten und rund 17.000 Auszubildenden an.
Für die Augenoptik verfolgt der ZVA darüber hinaus eigene berufspolitische Ziele. Dazu zählen unter anderem eine Entbürokratisierung des Präqualifizierungsverfahrens, ein modernes Festzuschusssystem für Sehhilfen, eine kompetenzorientierte Aufgabenverteilung in der Hilfsmittelversorgung, praxistaugliche digitale Verfahren sowie der Zugang der Augenoptik zur elektronischen Patientenakte und eine kostendeckende Anbindung an die Telematikinfrastruktur.
ZVA-Präsident Kai Jaeger unterstreicht die Bedeutung der erneuerten Kooperation: „Die anstehenden gesundheitspolitischen Weichenstellungen verlangen nach Geschlossenheit, fachlicher Tiefe und einem klaren Blick auf die Versorgungsrealität. Genau dafür steht unsere Kooperation. Wenn wir als Gesundheitshandwerke gemeinsam handeln, erhöhen wir die Sichtbarkeit unserer Themen und stärken zugleich die Qualität und Stabilität der Versorgung. Diese Zusammenarbeit ist deshalb ein entscheidender Baustein für die Zukunft unserer Berufe und unserer Betriebe.“