Mehr als 260 Teilnehmende in Wien OHI Update vereint Messe, Kongress und Diskussion

OHI Update 2026

Rund 260 Besucherinnen und Besucher verzeichnete das OHI Update 2026 im So/Vienna.

© OHI

Zum elften Mal hat am 19. September das OHI Update in Wien stattgefunden. Die österreichische Fachveranstaltung für Augenoptik und Hörakustik kombinierte erneut Messe und Kongress. Insgesamt kamen mehr als 260 Teilnehmende und 39 Industrieaussteller im SO/Vienna zur größten österreichischen Branchenveranstaltung zusammen. 

Neu im Programm war eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Augenoptik und Hörakustik im Gesundheitswesen. Sechs Experten aus der Industrie diskutierten dabei über Perspektiven für die beiden Branchen (hier geht’s zur Aufzeichnung der Diskussion)  

Drei Fachvorträge zur Augenoptik

Begleitet wurde die Messe von einem Kongress mit insgesamt sechs Vorträgen, die sich auf Augenoptik und Hörakustik verteilten. In der Augenoptik standen das Sehen am Bildschirm, Ursachen eines herabgesetzten Visus beim Kontaktlinsentragen sowie die Optimierung von Gleitsichtbrillenversorgungen auf dem Programm. 

Dr. Oliver Kolbe beschäftigte sich mit Bildschirmbrillen. Er stellte den wissenschaftlich belegten optischen Nutzen heraus und verwies zugleich auf Kontaktlinsen als mögliche Alternative, insbesondere bei ungewöhnlichen Arbeitsplatzsituationen. Eine Arbeitsplatzbrille könne jedoch einen schlecht eingerichteten Arbeitsplatz nicht kompensieren, weshalb auch die Beratung zur Arbeitsplatzgestaltung eine Rolle spiele. 

Martin Kündig nahm mögliche Ursachen für Visuseinbußen beim Kontaktlinsentragen unter die Lupe und bezog das Publikum über Abstimmungen per Smartphone ein. Andreas Tsiounis wiederum stellte seine These der vier Säulen eines erfolgreichen Augenoptikgeschäfts vor und erarbeitete anhand von Fallbeispielen gemeinsam mit dem Publikum Lösungsansätze für Problemfälle bei Gleitsichtbrillenversorgungen. 

Hörakustik zwischen Sprachtest und Versorgungsqualität

Auch die Hörakustik war mit drei Vorträgen vertreten. Dr. Saskia Ibelings stellte den neu entwickelten Oldenburger Phrasentest (OLPHRA) vor, der synthetisch erzeugte Sprache mit alltagsnahen, sinnbehafteten Phrasen verbindet. Ing. Björn Oehne präsentierte ein Verfahren zur Erfassung des individuellen Lautheitsempfindens, mit dem Über- und Unterverstärkungen sichtbar gemacht und gezielt korrigiert werden sollen. 

Dr. Max Engler widmete sich der Versorgungsqualität bei Hörverlusten und stellte mit dem „Wirkungsgrad Q“ ein Kriterium zur differenzierten Bewertung des Versorgungserfolgs vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gut insbesondere bei höhergradigen Hörverlusten das vorhandene Sprachverstehenspotenzial durch eine Hörgeräteanpassung ausgeschöpft werden kann. 

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Branchenparty mit dem spanischen BMX-Artisten Alvaro, dem Wiener Pole-Akrobaten Robin und Radio-DJ Martin Domkar

Der Termin für die nächste Ausgabe steht bereits fest: Das OHI Update 2027 findet am 18. September 2027 erneut im SO/Vienna statt.

Geschrieben von

David Friederichs

David Friederichs

Große Themen mit gründlicher Recherche und kritischem Blick sind David Friederichs Spezialgebiet. Der DOZ-Chefredakteur schreibt am liebsten über das, was wirklich zählt – und sammelt dabei gerne Brillen. 

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