Nach Axa und DBV Mkk übernimmt Kosten für Skleo-Screening

Skleo Screening
© Skleo Health

Das Düsseldorfer Start-up Skleo Health baut sein Augenscreening weiter aus. Ab sofort übernimmt die Mkk – Meine Krankenkasse (mkk) für ihre Versicherten die Kosten des Augenvorsorgechecks. Durchgeführt werden kann dieser bei teilnehmenden Augenoptikern sowie in ausgewählten Drogeriemärkten. 

Beim Skleo-Augenscreening werden Aufnahmen der Netzhaut erstellt und KI-gestützt anhand von zwölf retinalen Markern auf mögliche Auffälligkeiten analysiert. Anschließend werden die Ergebnisse fachärztlich validiert. Die Teilnehmenden erhalten einen persönlichen Ergebnisbericht. Gibt es Hinweise auf Auffälligkeiten, soll über das Netzwerk von Skleo eine zeitnahe augenärztliche Abklärung ermöglicht werden. Der Check-up dauert nur wenige Minuten.

 

Versorgungslücken bei Menschen mit Diabetes

Die mkk begründet das neue Angebot insbesondere mit Versorgungslücken bei Menschen mit Typ-2-Diabetes. Eine Auswertung eigener Versichertendaten habe ergeben, dass innerhalb eines Beobachtungszeitraums von 24 Monaten 68 Prozent der Versicherten mit Typ-2-Diabetes, die an einem Disease-Management-Programm (DMP) teilnehmen, eine Augenuntersuchung erhalten hätten. Bei Versicherten außerhalb eines DMP seien es lediglich 47,3 Prozent gewesen.

Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen sind für Menschen mit Diabetes von besonderer Bedeutung, da die Erkrankung unter anderem eine diabetische Retinopathie verursachen kann. Veränderungen der Netzhaut können dabei auftreten, bevor Betroffene eine Verschlechterung ihres Sehvermögens bemerken. Die mkk verweist zudem darauf, dass die Nationale Versorgungsleitlinie Typ-2-Diabetes bei Menschen ohne bekannte Netzhautveränderungen abhängig vom individuellen Risiko eine augenärztliche Kontrolle jährlich oder alle zwei Jahre empfiehlt.

„Wir müssen Prävention neu denken: Nicht nur die Menschen müssen zur Vorsorge kommen – die Vorsorge muss auch zu den Menschen gehen“, erklärt Mkk-Vorständin Andrea Galle. Mit der Kooperation mit Skleo wolle die Krankenkasse einen zusätzlichen niedrigschwelligen Zugang schaffen.

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Skleo baut sein Netzwerk weiter aus

Skleo Health ist in der Augenoptik längst kein Unbekannter mehr. Das 2024 gegründete Düsseldorfer Unternehmen rückte im vergangenen Jahr zunächst durch die Zusammenarbeit mit Mister Spex stärker in den Fokus. Der Filialist begann im Frühjahr 2025 mit dem Roll-out eines gemeinsam mit Skleo angebotenen Augengesundheits-Checks in seinen Stores. 

Für deutlich mehr Diskussionen sorgte wenig später die Kooperation mit dm. Seit August 2025 bietet Skleo sein Screening auch in ausgewählten Filialen der Drogeriemarktkette an. Zum Preis von 14,95 Euro umfasst das Screening einen Sehtest sowie eine Netzhautfotografie mit KI-basierter Auswertung und ärztlich validiertem Ergebnisbericht. Die DOZ hatte das Angebot damals selbst vor Ort getestet. Mittlerweile wird das Screening deutschlandweit in neun dm-Märten angeboten.

Inzwischen versucht Skleo, auch inhabergeführte Augenoptikbetriebe stärker in sein Konzept einzubinden. Auf der Opti 2026 wurde eine Kooperation mit Hoya und DAO bekanntgegeben. Gegenüber der DOZ räumten die Verantwortlichen damals ein, die Reaktionen aus der Augenoptik auf das dm-Angebot unterschätzt und die Branche nicht ausreichend in die eigene Kommunikation einbezogen zu haben. 

Mit der Kostenübernahme durch die mkk kommt nun ein weiterer Baustein hinzu. Für Versicherte der Krankenkasse entfällt die Selbstzahlung für den Skleo-Check-up. Ein kostenfreies Skleo-Augenscreening wird bereits krankenvoll- und beihilfeversicherten Kundinnen und Kunden von Axa und DBV angeboten. Die beiden privaten Versicherungsmarken kooperieren dazu seit Mai 2026 im Rahmen eines Pilotprojekts mit Skleo Health.

Geschrieben von

David Friederichs

David Friederichs

Große Themen mit gründlicher Recherche und kritischem Blick sind David Friederichs Spezialgebiet. Der DOZ-Chefredakteur schreibt am liebsten über das, was wirklich zählt – und sammelt dabei gerne Brillen. 

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