Nach Wechsel von Luzern nach Zürich Hall of Frames 2026: Mehr Marken, etwas weniger Besucher

Hall of Frames 2026

Etwas weniger Besucher, dafür aber mehr Aussteller: das war die Hall of Frames 2026.

© Hall of Frames

Nach vier Jahren im Verkehrshaus Luzern ist die Hall of Frames (HOF) in diesem Jahr nach Zürich umgezogen. Rund 60 Fachgeschäfte mit knapp 120 Besuchern kamen nach Angaben des Veranstalters zur Tischmesse in die AutoCity Emil Frey Zürich Nord in Oerlikon. Damit lag die Besucherzahl leicht unter dem Vorjahresniveau. Mögliche Gründe lagen für den Veranstalter neben dem neuen Standort auch im sommerlichen Wetter am Veranstaltungstag.

Auf Ausstellerseite konnte die HOF dagegen zulegen. Mehr als 60 Brillenmarken präsentierten ihre Herbstneuheiten und damit deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Das größere Platzangebot am neuen Standort hatte diese Erweiterung ermöglicht.

„Gerade wenn der Markt etwas zurückhaltender ist, sind persönliche Begegnungen und neue Impulse besonders wertvoll“, sagt HOF-Gründer und -Inhaber Nathanaël Wenger. Die Hall of Frames wechselt bewusst in regelmäßigen Abständen ihren Veranstaltungsort. Damit sollen neue Impulse gesetzt und das Messekonzept weiterentwickelt werden.
 

3D-Brillen stark vertreten

Inhaltlich gehörten 3D-gefertigte Fassungen zu den auffälligsten Themen der diesjährigen Veranstaltung. Zu sehen waren sowohl technisch und skulptural wirkende Entwürfe als auch deutlich zurückhaltendere Designs. Daneben spielten Naturmaterialien erneut eine größere Rolle. Fassungen aus Horn, Holz und Stein waren ebenso vertreten wie Modelle aus hochwertigen Metallen. Bereits bei der Hall of Frames 2025 hatte sich eine stärkere Präsenz ungewöhnlicher und natürlicher Materialien gezeigt. Einen Gegenpol zu markanten und dreidimensionalen Formen bildeten minimalistische Fassungen. Besonders feine, leichte Konstruktionen standen auffälligen, teilweise avantgardistisch gestalteten Fassungen gegenüber. 

Erstmals wurde auf der Hall of Frames zudem der Schweizer Zukunftspreis Augenoptik vorgestellt. Augenoptikfachgeschäfte können sich noch bis Ende November für den Award bewerben.
 

Geschrieben von

David Friederichs

David Friederichs

Große Themen mit gründlicher Recherche und kritischem Blick sind David Friederichs Spezialgebiet. Der DOZ-Chefredakteur schreibt am liebsten über das, was wirklich zählt – und sammelt dabei gerne Brillen. 

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