Warum Kontinuität zum strategischen Erfolgsfaktor wird Götti nach der Übernahme durch die AKN Group

Rosario Toscano und Sven Götti nebeneinander

Rosario Toscano, CEO der AKN Group, mit Sven Götti, Gründer und Namensgeber des Schweizer Brands Götti Switzerland

© AKN Group

Sechs Monate nach der Übernahme von Götti Switzerland durch die AKN Group (die DOZ berichtete) zeichnet sich ein klareres Bild ab. Statt eines schnellen Kurswechsels setzt Götti bewusst auf Stabilität, organische Übergänge und eine klare Rollenverteilung. Die Marke ist nicht lauter geworden, nicht schneller, nicht trendgetriebener – und genau darin liegt eine der zentralen Aussagen dieser neuen Konstellation. Während operative Verantwortung schrittweise übergeben wird, konzentriert sich Sven Götti stärker auf jene Bereiche, die die Marke seit jeher prägen: Produktentwicklung, Design und Materialinnovation. Für ihn selbst war der Schritt zur AKN Group nicht als klassischer Exit gedacht. Vielmehr beschreibt er ihn als bewusste Weichenstellung für die Zukunft des Unternehmens. „Für mich war es vor allem eine Entscheidung, das Unternehmen langfristig gut aufzustellen“, so Götti. Die AKN Group zeigt mit der Übernahme, dass gruppengetriebenes Wachstum auch ohne Vereinheitlichung funktionieren kann.

„Unsere Aufgabe ist es, die Marke zu stärken, ohne ihre DNA zu verändern"

Rosario Toscano, CEO der AKN Group

Auch auf strategischer Ebene steht nicht Beschleunigung, sondern Konsequenz im Fokus. In einer Branche, die zunehmend von kurzen Entwicklungszyklen und permanenten Neuheiten bestimmt wird, verfolgt Götti weiterhin eine eigene Logik – mit kontinuierlicher Entwicklung, bewusst gesetzten Kollektionen und einem klaren Qualitätsversprechen. Wie diese Haltung innerhalb der AKN Group verankert ist, welche Rolle Effizienz und Integration spielen sollen – und wo bewusst Grenzen gezogen werden –, erläutern Sven Götti und AKN-CEO Rosario Toscano im DOZ-Gespräch.

Das vollständige Gespräch erscheint Ende Januar in der DOZ 2/2026. 

Geschrieben von

Ulrike Kafka

Ulrike Kafka

Ulrike Kafka erzählt am liebsten Geschichten, die Design und Persönlichkeit verbinden. Mit Gespür für Stil und Sprache bringt die Chefredakteurin von Sublime Eyewear die vielfältige Welt der Brillen zum Strahlen – auch in der DOZ.

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