Nach schwächerem ersten Halbjahr Fielmann wächst im dritten Quartal wieder stärker
05.11.2026
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Die Fielmann-Gruppe hat ihren Konzernumsatz im dritten Quartal 2026 um 5,1 Prozent auf 649 Millionen Euro gesteigert. Im Vorjahreszeitraum waren es 618 Millionen Euro gewesen. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem ersten Halbjahr, in dem der Konzern lediglich ein Umsatzplus von 1,8 Prozent erzielt hatte. Besonders deutlich fiel die Verbesserung in Deutschland aus: Nach einem Wachstum von nur 0,8 Prozent im ersten Halbjahr legte der Umsatz zwischen Juli und September um 4,2 Prozent zu.
Als wesentlichen Grund nennt Fielmann die weiterhin hohe Preissensibilität der Verbraucher. Davon habe der Konzern mit seiner Preispositionierung profitiert und in bestehenden Niederlassungen mehr Brillen verkauft. Auch Neueröffnungen und ein zweistelliges Wachstum in der Hörakustik trugen nach Unternehmensangaben zur Entwicklung bei.
Automatisierte Refraktion an 227 Standorten
Zudem treibt Fielmann den Einsatz KI-gestützter Technologien voran. Die automatisierte Refraktion war zum Ende des dritten Quartals an 227 Standorten eingeführt. Nach Angaben des Unternehmens soll die Technologie zusätzliche Untersuchungskapazitäten schaffen und die Produktivität steigern.
Auch international wuchs die Gruppe weiter. Außerhalb Deutschlands stieg der Umsatz im dritten Quartal um 5,9 Prozent. In Österreich lag das Plus bei 2,6 Prozent, in der Schweiz währungsbereinigt bei 6,0 Prozent und in Spanien bei 6,6 Prozent. Das US-Geschäft entwickelte sich mit einem Umsatzanstieg von 1,4 Prozent auf 78 Millionen US-Dollar verhaltener. Zwar stiegen dort laut Fielmann die Zahl der kaufenden Kunden und der Absatz, zugleich sank jedoch aufgrund der stärkeren Nachfrage nach preisgünstigen Produkten der durchschnittliche Auftragswert.
Reduzierte Jahresprognose bleibt bestehen
Trotz der verbesserten Geschäftsentwicklung hebt Fielmann seine Jahresprognose nicht wieder an. Der Vorstand bestätigt die im August gesenkten Erwartungen und rechnet für 2026 weiterhin mit einem Konzernumsatz zwischen 2,50 und 2,55 Milliarden Euro sowie einem bereinigten EBITDA von 560 bis 580 Millionen Euro.
Ursprünglich hatte Fielmann einen Umsatz von 2,55 bis 2,60 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBITDA von 590 bis 610 Millionen Euro erwartet. Die schwache Konsumstimmung in Deutschland hatte den Konzern im Sommer zur Korrektur veranlasst.
Mit dem stärkeren dritten Quartal sieht sich der Vorstand nun auf Kurs, die angepassten Jahresziele zu erreichen. Die Prognose steht allerdings weiterhin unter dem Vorbehalt geopolitischer und gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten.