Vorläufige Halbjahreszahlen Fielmann setzt auf Expansion und KI für weiteres Wachstum
09.07.2026
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Die Fielmann-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 nach vorläufigen Zahlen einen Konzernumsatz von 1,25 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während das Wachstum in Deutschland moderat ausfiel, beschleunigte sich die Entwicklung in den internationalen Märkten deutlich: Nach einem Plus von einem Prozent im ersten Quartal stieg der Umsatz im zweiten Quartal um sechs Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich Spanien (+10 Prozent) und Polen (+7 Prozent).
Für das zweite Halbjahr erwartet der Vorstand eine weitere Beschleunigung des Wachstums. Geplant sind weltweit 33 weitere Niederlassungen. Zusammen mit den bereits eröffneten 37 Standorten würde Fielmann 2026 insgesamt 70 neue Niederlassungen eröffnen – dreimal so viele wie im Vorjahr. Der Schwerpunkt der Expansion liegt auf den internationalen Märkten, insbesondere in Luxemburg, Polen, Spanien und den USA.
Mehr Bewerbungen, mehr Neueinstellungen, mehr KI
Parallel baut das Unternehmen seine personellen Kapazitäten aus. In Deutschland hat sich die Zahl der Bewerbungen für die Niederlassungen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vervierfacht, die Zahl neu eingestellter Augenoptiker und Hörakustiker verdoppelt. Dadurch sollen Wartezeiten verkürzt und weiteres Wachstum ermöglicht werden.
Ein weiterer Baustein der Wachstumsstrategie ist der Einsatz künstlicher Intelligenz. Mithilfe KI-unterstützter Technologien zur Sehstärkenbestimmung sollen Refraktionen schneller durchgeführt werden, ohne Einbußen bei der Messqualität. Die Technologie kommt bereits in 166 deutschen Niederlassungen zum Einsatz. Bis Ende des Jahres soll sie an insgesamt 300 europäischen Standorten verfügbar sein.
Beim Ergebnis blieb die bereinigte EBITDA-Marge im ersten Halbjahr mit 24 Prozent stabil. Für das Gesamtjahr hält die Fielmann-Gruppe an ihrer Prognose fest und rechnet weiterhin mit einem Umsatzwachstum von fünf bis sieben Prozent sowie einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 23 Prozent. Aufgrund der anhaltend gedämpften Verbraucherstimmung, insbesondere in Deutschland, erwartet das Unternehmen jedoch Ergebnisse eher am unteren Ende der jeweiligen Prognosebandbreiten.