Wachstumskurs für 2026 bestätigt Fielmann schließt „Vision 2025" mit Rekordzahlen ab
30.04.2026
Teilen
Die Fielmann-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 mit Rekordwerten abgeschlossen und zugleich ihre „Vision 2025“ erfolgreich beendet. Der Umsatz stieg um 7,4 Prozent auf 2,435 Milliarden Euro (2024: 2,267 Milliarden Euro). Auch der Jahresüberschuss erreichte mit 205 Millionen Euro (+33 Prozent) einen neuen Höchstwert. Parallel verbesserte das Unternehmen seine Profitabilität im Einklang mit den definierten Margenzielen: Die bereinigte EBITDA-Marge erhöhte sich auf Konzernebene auf 23,8 Prozent (+2,1 Prozentpunkte), in Europa auf 24,8 Prozent (+2,0 Prozentpunkte).
„Mit der Vision 2025 haben wir unser Familienunternehmen seit 2019 erfolgreich modernisiert, digitalisiert und internationalisiert. […] Nachdem wir in den vergangenen Jahren nach wie vor knapp 90 Prozent Kundenzufriedenheit erzielten und unser Umsatzziel bereits übertroffen hatten, erreichten wir 2025 schließlich auch unser Profitabilitätsziel einer bereinigten EBITDA-Marge von 25 Prozent in Europa“, sagt CEO Marc Fielmann.
Auch bei den Marktanteilen verzeichnet die Gruppe seit 2019 Zuwächse in zentralen Märkten. In Deutschland erhöhte Fielmann den Absatzmarktanteil um 4 Prozentpunkte auf 57 Prozent. In Spanien stieg der Marktanteil um 3 Prozentpunkte auf 13 Prozent. In den Vereinigten Staaten ist das Unternehmen Marktführer im Upper Midwest und strebt an, diese Position in weiteren Bundesstaaten des Greater Midwest zu erreichen.
„Mit der Vision 2025 haben wir unser Familienunternehmen seit 2019 erfolgreich modernisiert, digitalisiert und internationalisiert“, sagt CEO Marc Fielmann.
Q1 2026: Wachstum trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Im ersten Quartal 2026 sei die Geschäftsentwicklung durch extreme Wetterereignisse in Europa und im Norden der USA beeinträchtigt worden. Zeitweise mussten Niederlassungen schließen, zudem gingen die Besucherzahlen in Innenstädten und Einkaufszentren zurück. Dennoch steigerte Fielmann den Umsatz um 1,3 Prozent auf 613 Millionen Euro (Q1/2025: 605 Millionen Euro), währungsbereinigt lag das Wachstum bei 2,3 Prozent.
Regional entwickelten sich die Märkte unterschiedlich: Deutschland wuchs organisch um 1,5 Prozent, Österreich um 0,8 Prozent. Spanien legte um 5,2 Prozent zu, die Schweiz um 3,0 Prozent, während die übrigen Märkte ein Wachstum von 9,0 Prozent verzeichneten. In den USA stieg der Umsatz um 2,2 Prozent auf 81 Millionen US-Dollar (Q1/2025: 79 Millionen US-Dollar). Gerade in Deutschland erzeilte Fielmann damit wieder einmal ein deutlich besseres Ergebnis als der Gesamtmarkt. Laut Erfa-Light-Statistik des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) stand beim Umsatz in der Branche im ersten Quartal ein Minus von 6,1 Prozent zu Buche. Der Absatz von Brillen ging sogar um 10,2 Prozent zurück, abgefangen wurde das Minus ein wenig durch die um 2,9 Prozent höheren Durchschnittswerte.
Das bereinigte EBITDA der Fielmann-Gruppe lag mit 149 Millionen Euro leicht über dem Vorjahreswert (148 Millionen Euro). Das bereinigte Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichte 81 Millionen Euro und lag damit rund 2 Prozent über dem Vorjahreswert (80 Millionen Euro). In den USA belief sich die bereinigte EBITDA-Marge auf 13,8 Prozent (Q1/2025: 14,2 Prozent).
Ausblick 2026: Umsatzplus und stabile Margen erwartet
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Fielmann-Gruppe ein Umsatzwachstum zwischen 5 und 7 Prozent auf 2,55 bis 2,60 Milliarden Euro. Treiber sollen unter anderem eine beschleunigte Expansion, der Rollout KI-gestützter Refraktionstechnologie in 300 Niederlassungen in Europa sowie eine deutlich erweiterte Verfügbarkeit von Sehtests in den USA sein.
Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 23 Prozent liegen, entsprechend einem EBITDA von etwa 590 bis 610 Millionen Euro. Die bereinigte EBT-Marge wird laut Meldung voraussichtlich auf dem Niveau von 2025 bleiben (12 bis 13 Prozent). „Es ist derzeit nicht zu erwarten, dass der Konflikt im Nahen Osten wesentliche Auswirkungen auf die Entwicklung der Gruppe haben wird. Sollte der Konflikt über einen längeren Zeitraum andauern, lassen sich indirekte Auswirkungen, darunter Veränderungen der Konsumstimmung in Europa und den Vereinigten Staaten, zum jetzigen Zeitpunkt nicht zuverlässig abschätzen“, heißt es weiter.
Dennoch bleibt der Vorstand der Fielmann-Gruppe optimistisch. Die Wachstumshebel der Vision 2035 seien weiterhin intakt: Das beschleunigte Expansion in Europa und den Vereinigten Staaten soll zu weiterem Wachstum im augenoptischen Kerngeschäft führen. Zusätzliches Potenzial liege in der Erweiterung des medizinischen Leistungsspektrums – sowohl an den US-Standorten als auch in den europäischen Niederlassungen. Auch das Hörakustik-Geschäft soll im Wachstum weiter beschleunigt werden.