Myopie-Management Essilor bringt Stellest 2.0 auf den Markt
12.08.2026
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Mit Stellest 2.0 führt Essilor eine weiterentwickelte Generation seiner Brillengläser zum Myopie-Management bei Kindern ein.
Essilor bringt mit Stellest 2.0 eine neue Generation seiner Brillengläser zum Myopie-Management bei Kindern auf den Markt. Herzstück ist die weiterentwickelte H.A.L.T.-MAX-Technologie (Highly Aspherical Lenslet Target). Nach Angaben des Unternehmens erzeugt das neue Design ein doppelt so tiefes Volumen an nicht fokussiertem Licht wie die erste Stellest-Generation und damit ein stärkeres optisches Signal zur Verlangsamung des axialen Augenwachstums. Grundlage der Weiterentwicklung sind Veränderungen an Leistung und Asphärizität der Mikrolinsen. Diese verteilen sich bei Stellest 2.0 auf zwölf statt bislang elf Ringe. Der dadurch größere Durchmesser erweitert nach Unternehmensangaben zugleich die Auswahl geeigneter Brillenfassungen. Untersucht wurde die neue Generation in einer einjährigen kontralateralen Cross-over-Studie mit 50 Kindern in Singapur. Laut Essilor verlangsamten die Stellest-2.0-Gläser die axiale Verlängerung nach sechs und zwölf Monaten signifikant stärker als die Brillengläser der ersten Generation. Weitere Details zur Effektgröße beziehungsweise die konkreten Studienwerte nennt die vorliegende Mitteilung nicht. Die erste Stellest-Generation wurde 2020 zunächst in China eingeführt. Für diese gibt Essilor auf Grundlage klinischer Untersuchungen eine Verlangsamung der Myopieprogression um 67 Prozent gegenüber Einstärkengläsern an.
Niedrigere Einkaufspreise
Mit der Produkteinführung verändert EssilorLuxottica zugleich die wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für das Myopie-Management in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Unternehmen kündigt niedrigere Einkaufspreise sowie eine reduzierte unverbindliche Preisempfehlung für Endkunden an. Zudem soll Stellest künftig in das Mehrbrillenangebot integriert werden. In Deutschland und Österreich werden Stellest und Stellest 2.0 grundsätzlich mit dem Stellest + Service angeboten. Dieser sieht bei einer Änderung der Sehstärke um mindestens 0,50 dpt einen vollständigen Ersatz vor. Bei Bruch, Kratzern, Ausplatzern oder anatomisch bedingten Änderungen übernimmt der Service laut Unternehmen 50 Prozent des Ersatzes. Für die Schweiz ist ein separates Konzept vorgesehen.
Vereinfacht wird auch die Bestellung: Essilor-Myopie-Experten sollen die Gläser künftig direkt über ihre Branchensoftware ordern können. Begleitend bietet das Unternehmen Fortbildungen an, darunter eine Live-Schulung für Augenoptiker am 7. September sowie weitere Angebote über die Lernplattform Leonardo. „Unser Ziel ist es, Myopie-Management für möglichst viele Augenoptiker praktikabel und wirtschaftlich attraktiv zu machen“, erklärt Alexander Mohr, Geschäftsführer von EssilorLuxottica Deutschland und Österreich.
Zur Studie