Technik trifft Sehstärke Meta und EssilorLuxottica setzen erstmals auf Modelle mit Sehstärke

Frau bedient Ray Ban-Meta-Brille

Mit neuen KI-Brillen für Sehstärken erweitern EssilorLuxottica und Meta ihr Smart-Glasses-Portfolio gezielt in Richtung Alltag und breitere Nutzergruppen.

 

© EssilorLuxottica

Bisher standen bei den gemeinsam entwickelten KI-Brillen von EssilorLuxottica und Meta vor allem Funktionen wie Foto- und Videoaufnahmen oder Audio im Vordergrund – häufig verpackt in Designs klassischer Sonnenbrillen von Ray-Ban oder sportlich geprägten Modellen von Oakley. Die neue Kollektion setzt nun bei einem praktischen Bedarf an: Sehhilfen, die digitale Funktionen integrieren. Die Modelle „Blayzer Optics“ und „Scriber Optics“ wurden laut Unternehmen speziell für den täglichen Einsatz als Korrektionsbrille entwickelt. Neben einem überarbeiteten, etwas schlankeren Design stehen vor allem Anpassbarkeit und Tragekomfort im Mittelpunkt. Austauschbare Nasenpads, flexiblere Scharniere und individuell einstellbare Bügel sollen eine präzisere Passform ermöglichen. 

Ray Ban Meta
© EssilorLuxottica

Technisch bleibt das Grundprinzip der bisherigen Smart Glasses erhalten: Über eine integrierte KI – die sogenannte Meta AI – lassen sich Funktionen per Knopfdruck aktivieren. Nutzer können damit etwa Informationen abrufen, Inhalte aufnehmen oder mit Sprachbefehlen interagieren, ohne ein Smartphone in die Hand zu nehmen. Ein entscheidender Unterschied liegt in der Kompatibilität mit verschiedenen Brillengläsern. Die neuen Modelle unterstützen sowohl Einstärken- als auch Gleitsichtgläser sowie selbsttönende Varianten wie Transitions. Damit öffnen sich die Geräte erstmals für eine deutlich größere Zielgruppe – nämlich jene, die bislang zwischen Sehkorrektur und smarter Zusatzfunktion wählen mussten. Parallel dazu wird auch das sportlich orientierte Portfolio erweitert. So erhält das Modell „Oakley Meta Vanguard“ neue Farbvarianten und wird erstmals ebenfalls mit selbsttönenden Gläsern angeboten, die sich automatisch an wechselnde Lichtverhältnisse anpassen.

Auch auf Software-Seite treiben die Unternehmen die Entwicklung voran. Zu den neuen Funktionen zählen unter anderem erweiterte Live-Übersetzungen, Möglichkeiten zur freihändigen Dokumentation – etwa von Mahlzeiten – sowie automatische Zusammenfassungen von Nachrichten. Die Brille soll damit zunehmend als persönlicher digitaler Assistent fungieren. Gleichzeitig bleibt das Funktionsspektrum klassischer Smart Glasses erhalten: Fotos und Videos aus der eigenen Perspektive aufnehmen, Musik hören, telefonieren oder Nachrichten verschicken – alles ohne direkten Griff zum Smartphone. 

Geschrieben von

Ulrike Kafka

Ulrike Kafka

Ulrike Kafka erzählt am liebsten Geschichten, die Design und Persönlichkeit verbinden. Mit Gespür für Stil und Sprache bringt die Chefredakteurin von Sublime Eyewear die vielfältige Welt der Brillen zum Strahlen – auch in der DOZ.

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