Studie Einnahme von Metformin mit geringerer AMD-Rate bei Diabetes assoziiert
09.04.2026
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Eine Optometristin prüft den Augenhintergrund einer Klientin. Eine aktuelle Studie betrachtet die Zusammenhänge zwischen der Einnahme des Diabetikum Metformin und unterschiedlichen AMD-Stadien.
Die Einnahme des Diabetesmedikaments Metformin könnte mit einem geringeren Risiko für bestimmte Stadien der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) zusammenhängen. Darauf weist eine aktuelle Beobachtungsstudie hin, die im Fachjournal BMJ Open Ophthalmology veröffentlicht wurde und in der Daten von mehr als 2.500 Menschen mit Typ-2-Diabetes ausgewertet worden sind. Die Teilnehmenden waren im Rahmen eines Screenings auf diabetische Retinopathie untersucht worden. Über einen Zeitraum von fünf Jahren analysierten die Forschenden, ob ein Zusammenhang zwischen der Metformin-Einnahme und dem Auftreten beziehungsweise Fortschreiten verschiedener AMD-Stadien besteht. Das Ergebnis: Nach Anpassung an mögliche Einflussfaktoren war die Einnahme von Metformin mit einer um 37 Prozent geringeren Wahrscheinlichkeit verbunden, eine intermediäre AMD zu entwickeln.
Für frühe AMD-Stadien zeigte sich kein Zusammenhang. Hinweise auf ein reduziertes Risiko für späte AMD ergaben sich zunächst, waren nach weiterer statistischer Anpassung jedoch nicht mehr signifikant, heißt es in der Studie. Die Studien-Autorinnen und -autoren betonen, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Unterschiede zwischen den Gruppen könnten die Ergebnisse beeinflusst haben, ein kausaler Effekt lässt sich daher nicht ableiten. Dennoch liefern die Daten Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang, der in prospektiven klinischen Studien weiter untersucht werden sollte.