Verabschiedung Christian Müller mit ZVA-Ehrenzeichen in Gold gewürdigt

Kai Jaeger und Christian Müller

Christian Müller (r.) neben dem neu gewählten ZVA-Präsidenten Kai Jaeger, eröffnete ein letztes Mal in der Rolle des ZVA-Präsidenten eine Mitgliederversammlung des Verbandes.

© ZVA / Peter Magner

Anfang März kam der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) zu seiner Mitgliederversammlung in Lübeck zusammen. Neben turnusmäßigen Neuwahlen, unter anderem des Präsidiums, (die DOZ berichtete hier und in der kommenden April-Ausgabe), stand dabei auch die Ehrung des bisherigen Präsidenten Christian Müller im Fokus: Er wurde mit dem ZVA-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet und zugleich zum Ehrenpräsidenten ernannt. Mit der Auszeichnung würdigt der Verband Müllers langjähriges ehrenamtliches Engagement sowie seinen Beitrag zur fachlichen und strategischen Weiterentwicklung der Augenoptik und Optometrie in Deutschland. Dem ZVA-Vorstand gehört Müller seit 2007 an. Von 2009 bis 2023 war er 14 Jahre lang Vizepräsident des Verbandes. Von 2023 bis 2026 stand er dem ZVA als Präsident vor.

In einer Pressemitteilung hebt der ZVA insbesondere Müllers Engagement zur Sicherung und Weiterentwicklung von Arbeits- und Qualitätsrichtlinien sowie zur Stärkung der Aus- und Fortbildung hervor. Darüber hinaus habe er sich für die Einheit des Berufsstandes, die Förderung des Nachwuchses und die Weiterentwicklung eines gemeinsamen Berufsbildes von Augenoptik und Optometrie eingesetzt. Müller sei auch auf europäischer Ebene aktiv gewesen und habe die Interessen der deutschen Augenoptik in verschiedenen Gremien vertreten. Sein Handeln habe dazu beigetragen, die spezifische Struktur des Berufs auch international sichtbar zu machen. Mit Blick auf das neu formierte Führungsteam zeigte sich Müller zuversichtlich. Der Verband sei, so sein Fazit, in sicheren Händen.

In seiner Dankesrede betonte Müller die Bedeutung einer ausgewogenen Entwicklung des Berufs. Neben der Integration der klinischen Optometrie sei ihm stets auch die handwerklich saubere und fachlich korrekte Arbeit im Betrieb ein zentrales Anliegen gewesen, sowohl in der Brillen- als auch in der Kontaktlinsenanpassung. Zugleich erinnerte er an berufspolitische Auseinandersetzungen, etwa um den Stellenwert der Meisterqualifikation, und hob die Bedeutung von Arbeitsrichtlinien für die Entwicklung des Berufsstandes hervor. 

Christian Müller übernahm 1986 gemeinsam mit seiner Frau Birgit den Betrieb Saarner Optik in Mülheim an der Ruhr. Sein ehrenamtliches Engagement begann 1988 mit der Wahl in den Vorstand der damaligen Augenoptikerinnung Essen. In den folgenden Jahren übernahm er verschiedene Funktionen, unter anderem als Obermeister der Augenoptikerinnung Rhein-Ruhr und als Vorsitzender des Landesinnungsverbandes Nordrhein. Bis heute ist er als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger tätig.

 

Geschrieben von

Nicole Bengeser

Nicole Bengeser

Augenoptikerin

Nicole Bengeser bringt als Augenoptikerin Fachwissen und als leidenschaftliche Redakteurin journalistisches Gespür zusammen. Beim DOZ-Verlag widmet sie sich mit Neugier den Trends, Debatten und Entwicklungen der Augenoptik.

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