Wahlen bei der ZVA-Mitgliederversammlung Kai Jaeger ist neuer ZVA-Präsident

Kai Jäger mit Sylvia Alps und Armin Ameloh

Auf der Mitgliederversammlung des ZVA wurde Kai Jaeger (links) einstimmig zum neuen Präsidenten des ZVA gewählt. Vizepräsidenten sind Sylvia Alps und Armin Ameloh.

© ZVA

Weil der bisherige Präsident Christian Müller nicht mehr zur Wahl angetreten war, musste die Mitgliederversammlung des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) am 7. März in Lübeck einen neuen Präsidenten wählen. Mit einem Ergebnis von 100 Prozent verteilten die Delegierten dabei Vorschuss-Lorbeeren an Kai Jaeger. Zu Vizepräsidenten gewählt wurden Armin Ameloh und Sylvia Alps. Letztere hatte zuvor breits als kooptiertes Mitglied im Präsidium mitgearbeitet und sich in Lübeck mit den Worten „Ich bin Handwerkerin. Ich möchte machen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mich machen lassen“ vorgestellt.

Ein ausführliches Interview mit Kai Jaeger erscheint mit der April-Ausgabe der DOZ.

Zudem wurden die weiteren Gremien (neu) besetzt: Rainer Hankiewicz bleibt Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses, Giovanni Di Noto weiterhin Vorsitzender des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Den Vorsitz des Betriebswirtschaftlichen Ausschusses übernimmt künftig Vizepräsident Armin Ameloh, während Dr. Carolin Truckenbrod zur Vorsitzenden des Fachwissenschaftlichen Ausschusses gewählt wurde.

Was sonst noch in Lübeck los war

Zum Auftakt der Tagung wurden Lars Hellberg und Stefan Pape mit dem Goldenen ZVA-Ehrenzeichen ausgezeichnet. Beide erhielten die Ehrung für ihr langjähriges Engagement für den Berufsstand, insbesondere in der beruflichen Bildung und der Verbandsarbeit. Hellberg ist seit vielen Jahren im ZVA-Berufsbildungsausschuss aktiv und prägte zudem die Ausbildung bei Fielmann, zuletzt als Geschäftsführer der Fielmann Akademie Schloss Plön. Pape engagiert sich seit den frühen 1990er-Jahren in der Landesinnung Schleswig-Holstein und ist seit 1996 deren Obermeister.

In seinem Bericht zur aktuellen Situation zog der (ehemalige) ZVA-Präsident Christian Müller eine insgesamt positive Bilanz des vergangenen Jahres. Der Verband habe zahlreiche Projekte vorangebracht, darunter die neue Augenoptikermeisterverordnung, die im Juli in Kraft treten soll. Müller bezeichnete sie als „echtes Meisterstück beharrlicher Verbandsarbeit“, das den Anspruch eines modernen Gesundheitsberufs mit den handwerklichen Wurzeln der Augenoptik verbinde. Darüber hinaus positionierte sich der Verband öffentlich zu gesundheitspolitischen Themen wie der Reform der Hilfsmittelversorgung, dem Zugang der Augenoptiker zur elektronischen Patientenakte sowie der Entbürokratisierung des Präqualifizierungsverfahrens.

Abschied von Christian Müller

Die Versammlung markierte zugleich den Abschied von Christian Müller aus dem Präsidentenamt. Nach fast 17 Jahren im Präsidium – zunächst als Vizepräsident, seit 2023 als Präsident – blickte er auf die gemeinsame Verbandsarbeit zurück und hob den Zusammenhalt im Berufsstand hervor. „Wir haben uns immer geeinigt – nicht auf einen Kompromiss, sondern auf die beste Lösung. Wir haben immer miteinander gesprochen, nicht übereinander“, sagte Müller. Zum Dank für sein langjähriges Engagement ernannten ihn die Delegierten zum Ehrenpräsidenten des ZVA.

Geschrieben von

Marcel Rotzoll

Marcel Rotzoll

Als Geschäftsführer lenkt Marcel Rotzoll die Geschicke des DOZ-Verlags – schreibt aber gerne auch mal selbst Texte für die DOZ. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Journalist hinterfragt der gebürtige Rheinländer die Geschehnisse in der Branche gerne mit seinem kritischen Blick.

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