Augenchirurgie Zeiss erweitert sein IOL-Portfolio um eine torische Variante
14.09.2026
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Die neue Zeiss AT Lucia Toric 721P ist eine hydrophobe, monofokale Intraokularlinse mit bitorischem Design zur Astigmatismuskorrektur.
Zeiss Medical Technology hat die Markteinführung einer hydrophoben, monofokalen Intraokularlinse bekanntgegeben. Die Linse ist für die Korrektur von Astigmatismus ausgelegt und ergänzt die bestehende Lucia-Familie um eine torische Variante. Vorgestellt wird die neue IOL im Rahmen des Kongresses der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS), der aktuell in London stattfindet. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich bei der Linse mit dem Produktnamen AT Lucia Toric 721P um die weltweit erste hydrophobe, monofokale IOL, die ein bitorisches Design mit einem nicht konstanten Aberrationsprofil kombiniert. Die torische Korrektion wird dabei auf beide Oberflächen der Linse verteilt. Wie die übrigen hydrophoben monofokalen IOLs der Lucia-Familie verfügt auch die neue Linse über die sogenannte Zeiss Optic. Das optische Design soll Schwankungen verschiedener individueller Parameter berücksichtigen. Dazu zählen die Pupillengröße, die sphärische Aberration der Hornhaut sowie Abweichungen von der vorgesehenen Position der Intraokularlinse. Ziel ist es laut Zeiss, auch unter unterschiedlichen anatomischen Bedingungen möglichst konsistente optische Ergebnisse zu erzielen.
„Mit dieser Markteinführung macht Zeiss einen großen Schritt nach vorne beim Angebot an Intraokularlinsen und beweist dem Markt erneut seine Kompetenz im Bereich der Optik. Unser erweitertes Portfolio wird Chirurginnen und Chirurgen weltweit mehr Möglichkeiten bieten, um ein höheres Maß an Patientenzufriedenheit zu erreichen“, sagt Andreas Völker, Leiter des strategischen Geschäftsbereichs Ophthalmologie bei Zeiss Medical Technology Die Intraokularlinse trägt die CE-Kennzeichnung und ist zunächst in ausgewählten europäischen Märkten verfügbar. Dazu gehören Deutschland, Italien, Spanien, Portugal und Frankreich.
Im Rahmen der ESCRS stellte Zeiss die neue IOL am Messestand des Unternehmens vor. Dabei berichten mehrere Chirurginnen und Chirurgen über ihre Erfahrungen aus frühen klinischen Bewertungen der Linse. Beteiligt waren unter anderem Prof. Gerd Auffarth vom Universitätsklinikum Heidelberg und Dr. Felix Rombold von den Augenzentren Südblick.