Auf welche Innovationen es wirklich ankommt Silmo Paris 2026: Trends, KI, Smart Glasses und internationales Flair
28.08.2026
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Blick in die Hallen der Silmo Paris 2025. Auch in diesem Jahr bringt die internationale Fachmesse Aussteller, Marken und Fachbesucher aus zahlreichen Ländern zusammen.
Erstveröffentlichung in der DOZ 09/2026
Welche Technologie wird sich im Augenoptikbetrieb tatsächlich durchsetzen – und welche bleibt vorerst ein viel beachtetes Versprechen? Für Silmo-Präsidentin Amélie Morel entscheidet darüber nicht allein die technische Komplexität einer Innovation. „Der nächste große Durchbruch wird nicht zwangsläufig die technisch komplexeste Lösung sein, sondern diejenige, die sich ganz selbstverständlich in den Arbeitsalltag integriert.“
Genau solche Fragen sollen auf der Silmo Paris nicht nur diskutiert, sondern anhand konkreter Anwendungen gezeigt werden. Im Bereich Silmo Next – The Tech Village stehen Künstliche Intelligenz, smarte Brillen, Datenanalyse und digitale Services im Mittelpunkt. Morel geht davon aus, dass vor allem KI künftig stärker in den Berufsalltag einziehen wird: „Ich bin überzeugt, dass Künstliche Intelligenz zu einem echten Alltagswerkzeug für Augenoptiker werden wird – nicht, um ihre Fachkompetenz zu ersetzen, sondern um sie zu erweitern.“
Mögliche Einsatzfelder sieht sie unter anderem in effizienteren Arbeitsabläufen, personalisierten Empfehlungen und visuellen Simulationen. Dadurch könne mehr Zeit für Beratung und die persönliche Beziehung zu den Kunden entstehen. Gleichzeitig warnt Morel indirekt vor technischer Innovation um ihrer selbst willen: Smarte Brillen und digitale Anwendungen würden sich nur dann etablieren, wenn sie einen konkreten und leicht verständlichen Nutzen böten.
Neue Erwartungen an Produkte und Beratung
Technologie ist jedoch nur ein Teil der Veränderungen, die Morel für die kommenden Jahre erwartet. Auch die Ansprüche der Verbraucher verschieben sich. „Sie suchen nach Produkten, die Design, Qualität, Nachhaltigkeit und Authentizität miteinander verbinden.“ Für Hersteller bedeutet das, Kollektionen, Materialien und Produktionsprozesse neu zu bewerten. Für Augenoptikbetriebe stellt sich zugleich die Frage, wie solche Themen in der Beratung vermittelt und im Sortiment abgebildet werden können. Die Silmo Paris soll deshalb nicht nur Produktneuheiten zeigen, sondern auch Hinweise darauf geben, welche Marken, Konzepte und Dienstleistungen künftig an Bedeutung gewinnen könnten.
Für Amélie Morel ist klar: Der nächste Innovationssprung entsteht nicht durch die komplexeste Technik, sondern durch Lösungen, die den Arbeitsalltag einfacher machen.
Gerade für unabhängige Betriebe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt darin ein möglicher Nutzen der Reise nach Paris. Die internationale Ausrichtung eröffnet den Blick auf Kollektionen und Anbieter, die auf regionalen Veranstaltungen nicht immer vertreten sind. Zudem lassen sich Entwicklungen beobachten, bevor sie den deutschsprachigen Markt in größerem Umfang erreichen.
Morel beschreibt den Messebesuch entsprechend als eine Gelegenheit zum direkten Vergleich: „Innerhalb weniger Tage kann man Hunderte von Kollektionen vergleichen, neue Lieferanten kennenlernen, aufstrebende Marken entdecken, innovative Ladenkonzepte erkunden, Fachvorträge besuchen und sich einen umfassenden Überblick über die aktuellen Marktentwicklungen verschaffen.“
900 Aussteller aus über 40 Ländern erwartet
Die Dimension der Veranstaltung zeigt sich auch in den angekündigten Zahlen. Anfang Juli waren nach Angaben des Veranstalters rund 90 Prozent der Ausstellungsfläche vergeben. Erwartet werden knapp 900 Aussteller und mehr als 1.500 Marken aus über 40 Ländern. Das Spektrum reicht von Brillenfassungen und Brillengläsern über Smart Glasses bis zu Ladenausstattung und digitalen Dienstleistungen für Augenoptikbetriebe. Vertreten sein werden sowohl etablierte internationale Unternehmen als auch Start-ups und unabhängige Designmarken. Neben der Ausstellung umfasst das Programm Fachvorträge, Sonderflächen und Präsentationen zu aktuellen Branchenthemen. Zu den festen Bestandteilen gehören außerdem die Silmo d’Or Awards, mit denen Innovationen und Designleistungen aus der Optik- und Brillenbranche ausgezeichnet werden. Die prämierten Produkte geben zugleich Hinweise darauf, welche gestalterischen und technischen Ansätze in der kommenden Saison eine größere Rolle spielen könnten.
Ob sich alle in Paris gezeigten Ideen später im Fachbetrieb wiederfinden, wird sich erst zeigen. Für Augenoptikerinnen und Augenoptiker bietet die Messe jedoch die Gelegenheit, frühzeitig zu prüfen, welche Entwicklungen für das eigene Sortiment, die Beratung und die betriebliche Praxis relevant werden könnten.
Mit dem ZVA kostenlos auf die Silmo
Exklusiv für Innungsmitglieder hat der ZVA gemeinsam mit der deutschen Messevertretung für den Samstag, 26. September, ein besonderes Begleitprogramm auf der Silmo Paris zusammengestellt. Dazu gehören kostenfreier Messeeintritt, ein offizieller Empfang durch die Messeleitung und den ZVA-Präsidenten, ein geführter Messerundgang mit anschließendem Networking-Apéro sowie ausreichend Zeit für den individuellen Messebesuch. Weitere Informationen zur Anmeldung finden Mitglieder im ReportPlus-Bereich unter zva.de/intern.