Vorläufige Geschäftszahlen für 2025 Mister Spex: trotz rückläufigem Nettoumsatz innerhalb der Prognose

Mister Spex Store in Mannheim Archivbild

Mister Spex Store in Mannheim 

© Mister Spex

Vorläufige, ungeprüfte Zahlen für 2025 zeigten laut des Filialisten, dass das Restrukturierungsprogramm SpexFocus wirke und der deutsche Markt das Geschäft stabilisiere. Demnach sank der Nettoumsatz um 18 Prozent auf rund 178 Mio. Euro und lag damit innerhalb der Prognosespanne von minus 10 bis minus 20 Prozent. Der Rückgang sei vor allem auf die im vierten Quartal 2024 vollzogenen Schließungen internationaler Stores sowie auf eine deutlich reduzierte Rabattintensität zurückzuführen, so das Unternehmen.

Trotz des Umsatzrückgangs verzeichnete die Mister Spex SE ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von acht Prozent. Die EBIT-Marge lag im unteren Bereich der prognostizierten Spanne von minus 5 bis minus 15 Prozent. Sie spiegelt, so der Omnichannel-Anbieter, den disziplinierten Fokus auf Profitabilität sowie Investitionen im Rahmen des Restrukturierungsprogramms „SpexFocus“ (die DOZ berichtete), das seit 2024 unter anderem auf ein fokussiertes Store-Portfolio und eine Verschlankung des internationalen Online-Business setzt, wider. Der Kassenbestand blieb zum Jahresende mit rund 56 Mio. Euro solide.

Deutsches Kerngeschäft als stabilisierende Säule

Das deutsche Store-Geschäft erwies sich 2025 als stabilisierender Faktor. Gründe dafür sieht das Unternehmen in der verbesserten Servicequalität, der höheren Produktivität sowie dem Ausbau des Premium-Brillenglasportfolios und zusätzlicher Services wie dem Abo-Modell Mister Spex Switch (die DOZ berichtete). Letzteres machte im vierten Quartal 2025 rund 16 Prozent des Store-Umsatzes aus. Ziel sei es, den Anteil von Mister Spex Switch in den kommenden Jahren kontinuierlich zu erhöhen.

Der strategische Fokus auf Korrektionsbrillen bildete zudem eine zentrale Säule der Restrukturierung. Das erweiterte Brillenglasportfolio, einschließlich der Premium-Markengläser von Hoya sowie eigener Lösungen für Brillengläser wie SpexPro, führte, wie Mister Spex mitteilte, zu einem Anstieg des durchschnittlichen Bestellwerts im Korrektionsbrillensegment um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Infolgedessen erhöhte sich der Anteil margenstarker Korrektionsbrillen in Deutschland auf 53 Prozent des Gesamtumsatzes (Vorjahr: 46 Prozent) und auf Konzernebene auf 49 Prozent (Vorjahr: 41 Prozent). „2025 war ein Jahr bewusster Entscheidungen und disziplinierter Umsetzung“, erklärte Tobias Krauss, CEO von Mister Spex, in einer Mitteilung. „Wir haben Profitabilität und Servicequalität klar über kurzfristiges Umsatzvolumen gestellt. Die Stabilität unseres deutschen Store-Geschäfts und die anhaltende Verschiebung hin zu höherwertigen Korrektionsbrillen bestätigen, dass unsere strategische Ausrichtung greift.“

Ende März wird Mister Spex die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 gemeinsam mit dem Geschäftsbericht 2025 veröffentlichen.

Geschrieben von

Katharina Jansen

Katharina Jansen

Katharina Jansen erzählt am liebsten von Menschen – direkt, lebendig, mitten aus dem Leben. Bei der DOZ bringt sie Porträts und Reportagen zum Blühen, mit Gespür fürs Detail und einem Blick für das Unerwartete.

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