CooperVision-Befragung an Grundschulen Kontaktlinsen bei Kindern bleiben Ausnahme
30.09.2026
Teilen
Kontaktlinsen spielen bei Grundschulkindern mit Sehkorrektion bislang kaum eine Rolle, zeigt eine von CooperVision initiierte Befragung an 263 Grundschulen in Deutschland.
Kontaktlinsen spielen bei Grundschulkindern, die eine Sehkorrektion benötigen, bislang kaum eine Rolle. Das geht aus einer von CooperVision initiierten Befragung hervor, die in Kooperation mit dem Verein "Mehr Zeit für Kinder" an 263 Grundschulen in Deutschland durchgeführt wurde. Demnach tragen 98 Prozent der Kinder, die auf eine Sehhilfe angewiesen sind, eine Brille. Nach Angaben der befragten Lehrkräfte ist Kurzsichtigkeit die am häufigsten beobachtete Sehauffälligkeit. Gleichzeitig verfügen 71 Prozent der teilnehmenden Grundschulen laut Befragung über keine festen Abläufe zum Thema Augengesundheit. Vor allem beim Sportunterricht beobachten die Lehrkräfte Schwierigkeiten im Umgang mit der Brille. 63 Prozent berichten von Sorgen vor einer Beschädigung der Sehhilfe, 53 Prozent von Unsicherheiten der Kinder bei Ballspielen. An 43 Prozent der befragten Schulen nehmen Kinder demnach teilweise ohne Brille am Sportunterricht teil.
Lehrkräfte wünschen mehr Informationen
Kontaktlinsen werden dennoch nur von einem kleinen Teil der Lehrkräfte positiv bewertet: 14 Prozent äußerten sich entsprechend. Jeweils rund 28 Prozent stehen ihrem Einsatz neutral beziehungsweise zurückhaltend gegenüber, weitere 27 Prozent sind unsicher. Als Gründe nennt CooperVision fehlende Erfahrungen und Kenntnisse sowie Bedenken hinsichtlich des selbstständigen Umgangs der Kinder mit Kontaktlinsen und der Hygiene.
Gleichzeitig zeigt die Befragung einen Informationsbedarf: 67 Prozent der Lehrkräfte wünschen sich mehr Angebote zur Früherkennung von Kurzsichtigkeit im Schulalltag. Jeweils 73 Prozent würden Experimentier- und Mitmachmaterial beziehungsweise eine kurze Handreichung für Lehrkräfte als hilfreich erachten. CooperVision sieht darin Ansatzpunkte für eine stärkere Aufklärung über Myopie und Kontaktlinsen im Kindesalter.
Das Unternehmen verweist darauf, dass Kontaktlinsen neben der Sehkorrektion insbesondere bei Sport und Bewegung eine Alternative zur Brille darstellen können. Darüber hinaus stehen spezielle Kontaktlinsen zur Verfügung, die zur Verlangsamung der Myopieprogression bei Kindern eingesetzt werden. Mit seiner Kampagne „Sehen ist Lernen“ will CooperVision Lehrkräfte und Eltern über den Zusammenhang zwischen Sehen und Lernen sowie über Kurzsichtigkeit und deren Versorgungsmöglichkeiten informieren.