Mithilfe Blockchain-Technologie HWK Düsseldorft stellt ersten digitalen und fälschungssicheren Meisterbrief aus

Digitaler und analoger Meisterbrief

Bei der HWK Düsseldorf nun auch digital: Der Meisterbrief.

© OpenAI (KI-generiert)

Neben der klassischen Schmuckurkunde erhalten Absolventinnen und Absolventen des aktuellen Meisterjahrgangs künftig zusätzlich einen digitalen Meisterbrief sowie ein digitales Meisterprüfungszeugnis. Die Echtheit der Dokumente wird mithilfe einer Blockchain-Technologie abgesichert und kann jederzeit online überprüft werden. Nach Angaben der Handwerkskammer Düsseldorf haben bereits mehr als 90 Prozent der 905 Absolventinnen und Absolventen des aktuellen Meisterjahrgangs das Angebot angenommen.

Hintergrund der Einführung sei die steigende Zahl gefälschter Meisterbriefe und anderer Qualifikationsnachweise. So kursierten zunehmend täuschend echt wirkende Urkunden, die über das Internet angeboten werden. Mit dem digitalen Nachweis will die HWK das Vertrauen in den Meistertitel langfristig sichern und Urkundenfälschungen erschweren.

Technisch basiert das Verfahren auf einem individuellen digitalen Fingerabdruck (Hash-Code), der für jedes Dokument erzeugt und in einer Blockchain gespeichert wird. Bei einer Echtheitsprüfung wird der Hash-Code des vorgelegten Dokuments mit dem gespeicherten Wert abgeglichen. Bereits kleinste Veränderungen am Dokument führen zu einem abweichenden Ergebnis und werden dadurch unmittelbar erkannt. Zusätzlich erhalten die Absolventinnen ein Echtheitszertifikat, das beispielsweise Bewerbungsunterlagen beigefügt werden kann.

Perspektivisch soll der digitale Brief auch in die ab 2027 geplante European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) integriert werden. Dadurch könnten Meister ihre Qualifikationsnachweise künftig gemeinsam mit anderen amtlichen Dokumenten digital auf dem Smartphone verwalten.

Geschrieben von

Angelika Miller

Angelika Miller

Angelika Miller ist die Online-Fee des DOZ-Verlags und kümmert sie sich um alles Digitale: von Newsletter-Strategien über die Koordination mit dem Social-Media-Team bis zum Relaunch der neuen Verlagswebsite.

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