Ergebnisse aus Q3 EssilorLuxottica steigert Quartalsumsatz

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Der französisch-italienische Augenoptikkonzern hat seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht. Demnach stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 9 Prozent von 6,87 auf 7,49 Milliarden Euro. Währungsbereinigt betrug das Plus 7,2 Prozent. Damit setzte der Konzern sein Wachstum fort, allerdings mit geringerer Dynamik als im Vorjahreszeitraum, als der Umsatz währungsbereinigt um 11,7 Prozent gestiegen war.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erwirtschaftete EssilorLuxottica insgesamt 22,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem nominalen Wachstum von 6,8 Prozent beziehungsweise einem währungsbereinigten Zuwachs von 8,9 Prozent. Mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 15,7 Prozent entwickelte sich Asien-Pazifik im dritten Quartal am stärksten. 

Direktvertrieb an Endkunden stärker als Fachhandel

Professional Solutions, das unter anderem das Geschäft mit unabhängigen Augenoptikbetrieben und Großkunden umfasst, erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 3,39 Milliarden Euro. Das entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von 3,4 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatte das Segment noch zweistellig zugelegt. Deutlich stärker entwickelte sich das Segment Direct to Consumer (DTC), in dem EssilorLuxottica seine Aktivitäten im direkten Endkundengeschäft bündelt. Hier stieg der Umsatz um 10,6 Prozent auf währungsbereinigter Basis auf 4,09 Milliarden Euro. Nominal betrug das Plus 12,3 Prozent. Die Umsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche legten um 6,8 Prozent zu. Zudem entwickelte sich das E-Commerce-Geschäft leicht positiv. Sein Anteil am gesamten Konzernumsatz blieb mit 7 Prozent unverändert.

Umsatztreiber Myopiemanagement & Wearables

Zu den Wachstumstreibern gehörte erneut das Portfolio für das Myopiemanagement. Nach Unternehmensangaben stieg dessen Umsatz sowohl im dritten Quartal als auch in den ersten neun Monaten um jeweils 24 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Besonders in Asien spielte das Myopiemanagement eine wichtige Rolle. 

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Die Entwicklung der Wearables fiel regional unterschiedlich aus. Während KI-Brillen insbesondere in Nordamerika, Asien und Lateinamerika zusätzliche Umsätze ermöglichten, verzeichnete das Wearables-Geschäft in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) gegenüber dem Vorjahresquartal einen Rückgang. Der Umsatz mit Wearables stieg im dritten Quartal währungsbereinigt um 20 Prozent auf nominal 486 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten erzielte das Segment einen Umsatz von 1,26 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im gesamten Geschäftsjahr 2025 hatte der Umsatz mit Wearables 1,80 Milliarden Euro betragen.

Mitte September 2026 brachte der Konzern zudem die smarte Hörbrille Nuance Audio Plus auf den Markt (die DOZ berichtete online). Mit der Weiterentwicklung sollen nach Unternehmensangaben die Wirksamkeit und das Nutzererlebnis der Hörbrille verbessert werden. 

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Umsatz steigt, Aktie fällt, Strategie offen

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Trotz der positiven Geschäftsentwicklung stand EssilorLuxottica zuletzt an der Börse unter Druck. Anfang September fiel die Aktie auf ein Drei-Jahres-Tief von 147,70 Euro.

Für Aufmerksamkeit sorgten zudem personelle Veränderungen und Diskussionen über die strategische Ausrichtung. Leonardo Maria Del Vecchio, Sohn des verstorbenen Luxottica-Gründers, legte Ende August seine operativen Ämter bei EssilorLuxottica nieder. Wenige Tage später sprach er sich öffentlich für eine neue Konzernstrategie aus. Der Verwaltungsrat reagierte darauf mit einer Stellungnahme und bekräftigte einstimmig sein Vertrauen in Konzernchef Francesco Milleri, dessen Stellvertreter Paul du Saillant sowie die bestehende mittel- und langfristige Strategie. Einen Überblick dazu finden Sie hier in einer separaten Meldung.

Fokus auf Medizintechnik und KI

Langfristig will EssilorLuxottica seine Entwicklung zum breit aufgestellten Medizintechnikkonzern fortsetzen. Im Fokus stehen der Ausbau der KI-gestützten Gesundheitsplattform und die stärkere Verzahnung von Augenversorgung, klinischer Versorgung und chirurgischen Anwendungen.

Geschrieben von

Angelika Miller

Angelika Miller

Angelika Miller ist die Online-Fee des DOZ-Verlags und kümmert sie sich um alles Digitale: von Newsletter-Strategien über die Koordination mit dem Social-Media-Team bis zum Relaunch der neuen Verlagswebsite.

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