Warum fahren Sie zur Opti und warum vielleicht auch nicht? Umfrage zur Opti: „Unverzichtbar, um am Puls der Zeit zu bleiben“

Opti Gäste
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Erstveröffentlichung in der DOZ 01/ 2026

Was motiviert Sie, im Januar nach München zu fahren? Oder warum verzichten Sie auf einen Besuch der größten deutschen Branchenmesse? Was wünschen Sie sich von der Opti, damit sie weiter attraktiv bleibt? Augenoptikerinnen und Augenoptiker haben geantwortet und ein klares Stimmungsbild abgegeben.

Andreas Mucha

Andreas Mucha, Brillen Mucha, Düsseldorf

Nur auf der Opti kann ich mich umfassend über den Fassungsmarkt informieren! Ich kann sehen, wo etwas „los“ ist und wo nicht. Diese Eindrücke kann ich mit den Vorjahren vergleichen und auf diesem Weg Trends und Entwicklungen erkennen. Außerdem komme ich auf der Opti auch zwanglos mit Kollegen ins Gespräch und verlasse meinen Geschäftskosmos. Das gibt mir Input, inspiriert und motiviert mich zum Beginn des Jahres. Ich finde es sehr schade, dass es immer wieder Opti-Verweigerer auf Seiten der Aussteller gibt. Ob das an den Standgebühren liegt, mag ich nicht beurteilen, aber wer keine Präsenz auf der Opti zeigt, oder meint, in München eine Hotelmesse parallel zur Opti anzubieten, kann sich bei mir hinten anstellen. 

Matthias Kreck

Matthias Kreck, Kreck – der Optiker, Biberach

Wir besuchen die Opti, um uns über Neuheiten zu informieren und uns inspirieren zu lassen. Dort haben wir auch die Gelegenheit, sämtliche Kollektionen anzuschauen und können uns so einen besseren Überblick verschaffen, als wenn wir die Kollektionen einzeln im Geschäft anschauen. Gerne vereinbaren wir allerdings dann einen Termin zur Kollektionsvorlage in unserem Geschäft, weil wir dann mehr Ruhe haben und direkt mit unserem Sortiment vergleichen können. Wir informieren uns auch gerne über neue Werkstattausstattung, optische Messgeräte und Software. Der Austausch mit unseren Geschäftspartnern ist uns wichtig. Außerdem lohnt es sich immer, bei den Vorträgen rund um die Augenoptik, Augengesundheit und Marketing vorbeizuschauen.

Christian Tannek

Christian Tannek, Optik Tannek, Dachau

Ich fahre nicht nur zur Opti, weil ich den Puls der Branche direkt spüren will. Mir geht es weniger ums Einkaufen, sondern darum zu sehen, was die Branche bewegt, wie sie sich entwickelt und welche Impulse für unseren Betrieb wirklich zählen. Der persönliche Austausch ist für mich unverzichtbar, weil genau dort Gespräche entstehen, die man per Telefon oder Mail nie so hinbekommt. Für kommende Messen wünsche ich mir, dass alle großen deutschen Hersteller präsent sind. Für den deutschen Markt gehört die Opti dazu, und ich erwarte, dass man diese Bühne auch nutzt.

Regina Otto

Regina Otto, Otto Visuelles Kompetenz Zentrum, Eschwege

Die Opti fühlt sich für mich an wie ein Klassentreffen unserer Branche. 2025 war ich dort und habe jede Minute genossen. Echte Begegnungen, inspirierende Gespräche, neue Ideen und Produkt- Highlights und viele Impulse, die direkt in meinen Alltag im Geschäft eingeflossen sind. Zwischen Familie und Unternehmen prüfe ich jedes Jahr neu, ob der Termin passt, denn gerade der Jahresbeginn ist herausfordernd. Ob ich in diesem Jahr zur Opti fahre, werde ich daher spontan entscheiden. Wichtig ist mir, dass sich die Opti noch stärker in Richtung Kongress entwickelt. Mit fundierten Weiterbildungen und einem klaren Fokus auf Augengesundheit, Innovationen, Prävention und einer besseren Versorgung.

Sonja Steinbrenner

Sonja Steinbrenner, Schlay Augenwelt, Hechingen-Hohenzollern

Ich bin ein großer Freund der Opti, da sie in kurzer Zeit viele neue Inspirationen bietet. Außerdem schätze ich sie als Plattform, um ehemalige Kollegen oder Kommilitonen zu treffen. 2025 war ich nach längerer Pause wieder dort und positiv überrascht, dass die Hersteller auch der „erstmal-nur- Schauenden“ Kundschaft Aufmerksamkeit und kleine Häppchen oder Getränke widmeten. Ich hoffe, das bleibt 2026 so. Für die Zukunft wünsche ich mir eine übersichtlichere Auflistung der Fachvorträge, da die Orientierung zuletzt schwierig war. 2026 schaffe ich es zeitlich nicht, hoffe aber 2027 wieder dabei zu sein.

Moritz Lippok

Moritz Lippok, Brillen Lippok, Annweiler

Für uns steht auf der Opti der Überblick über neue Produkte im Mittelpunkt, von modernen Messinstrumenten bis zu frischen Impulsen im Fassungsbereich. Besonders schätzen wir die Möglichkeit, an einem Ort einen umfassenden Einblick in Innovationen und das gebündelte Fachwissen der Branche zu erhalten. Für die Zukunft wünschen wir uns einen Termin im Frühjahr, mehr Abstand zur Mido und niedrigere Ausstellerpreise, damit wieder mehr Independent Labels vertreten sind und die Vielfalt wächst.

Peter Niederprüm

Peter Niederprüm, Optik Niederprüm, Prüm

Die Opti 2026 ist für mich weit mehr als eine Fachmesse: Der persönliche Austausch, mit Kolleginnen, Kollegen und Geschäftspartnern inspiriert mich jedes Jahr aufs Neue. Ebenso unverzichtbar ist für mich der Blick auf aktuelle Neuheiten und Entwicklungen der Augenoptikbranche, um am Puls der Zeit zu bleiben. Gleichzeitig bietet die Messe den idealen Rahmen, um die Opti als motivierenden Kick-off gemeinsam mit meinem Team zu erleben. Ich wünsche mir von der Messe, dass sie weiterhin attraktiv für Aussteller – hier vor allem auch für führende Brands und Newcomer – bleiben kann und somit zukunftsweisend und innovativ bleibt.

Anastasia Papapetridou

Anastasia Papapetridou, Krone Optik, Herrsching

Ich besuche die Opti gern, denn sie ist für mich die zentrale Messe, um umfassende Marktinfos zu sammeln. Dort entdecke ich neue Produkte und Trends, höre spannende Vorträge, vergleiche Konditionen und tausche mich direkt mit Geschäftspartnern aus – auch, um neue Kontakte zu knüpfen. Netzwerken spielt eine große Rolle. Besonders schön ist es, Kollegen wiederzutreffen und sich über das Wiedersehen zu freuen. Für kommende Messen wünsche ich mir größere Zeitabstände, damit Opti und Mido nicht so dicht beieinanderliegen und Hersteller nicht parallel eigene Veranstaltungen durchführen – sonst geht das besondere Flair verloren.

Katharina Pech

Katharina Pech, Brillenkammer, Berlin

Früher war die Opti unser jährliches Team-Event. Seit über zehn Jahren verzichten wir jedoch darauf, da der Weiterbildungsanteil der Messe für uns zu gering ist und die Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter regelmäßig bei uns im Laden vorbeischauen und uns Produktneuheiten vorstellen. Auch die lange Anreise von Berlin nach München, die dezentrale Lage und der für uns ungünstige Termin am Wochenende sprechen gegen einen Besuch der Opti. Stattdessen setzen wir nun auf andere gemeinsame Aktivitäten, etwa Besuche bei unseren Herstellern, mehrtägige Weiterbildungsveranstaltungen oder die Teilnahme an der Sichtkontakte.

Thomas Gut

Thomas Gut, Optik Gut, Münsingen

An keinem anderen Ort erlebe ich auf so kompakte Weise das gesamte Spektrum der Augenoptik wie auf der Opti in München. Ganz wichtig ist der Austausch mit Freunden und das Kennenlernen neuer, oft inspirierender Kollegen. Neue Sichtweisen sind in unserer innovativen Branche essenziell. Überdies ist die Messe meiner Meinung nach perfekt organisiert.

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