Globaler Blickwinkel Talla Eyewear präsentiert Kollektion "The Four"
29.06.2026
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Die neue Kollektion „The Four“ von Talla Eyewear ist inspiriert von den vier Himmelsrichtungen - auch als Anspielung auf die DNA der Marke, die sich zwischen Reisen und kulturellen Dialogen, intensiven Beobachtungen von urbanen Momenten und unterschiedlichsten Szenerien bewegt.
Erstveröffentlicht in DOZ 07|26
Gianluca Gualandi setzt bei seiner Arbeit auf Akribie. Er ist ein Beobachter. Vor jeder Zeichnung erfolgt ein intensives Studium. Über Jahre hinweg habe er Tausende von Gesichtern beobachtet. Daraus entstand auch seine tiefe Erkenntnis über die Unterschiede von Brillen für Männer und Frauen. Schon seit 1987 arbeitet Gualandi als Augenoptiker. Zwischen 1989 und 2005 eröffnete er zwei eigene Geschäfte in seiner Geburtsstadt Bologna. Erst im Laufe der Jahre folgen eigene Entwürfe und der Augenoptiker wird zum Designer. Im Jahr 2000 kam ein kleiner Concept-Store mit Nischenbrillen und Accessoires hinzu. Das sei der Beginn gewesen, eine neue Welt zu entdecken und über den Tellerrand hinauszuschauen, wie Gualandi berichtet.
2004 trifft der Italiener auf der Silmo in Paris Caroline Abram, Designerin für die Marke Filao. 2006 lässt er sich schließlich an der Seine nieder und arbeitet ab 2008 an der Entstehung und Entwicklung der Marke Caroline Abram, die sich ganz den Frauen widmet. Dabei beginnt natürlich das Interesse an den besonderen Unterschieden zwischen maskulinem und femininem Brillendesign. Die Größenverhältnisse müssen der unterschiedlichen Anatomie angepasst werden, um einen perfekten Sitz zu generieren, erklärt er. Dieses fundierte Wissen hilft ihm auch ein knappes Jahrzehnt später bei der Gründung von Talla Eyewear. „Talla“ war der Spitzname, den man Gianluca Gualandi auf den Fußballplätzen Bolognas schon während seiner Kindheit zurief. Heute ist dieser Name zu einer Signatur geworden. Aus seinen italienischen Wurzeln bewahrt er den Geschmack von Bewegung, Genauigkeit und Authentizität.
Die geschichtsträchtige Hauptstadt der Emilia-Romagna mit der bekanntlich ältesten Universität Europas macht Erinnerung für ihn zur Inspiration. Aus dem Reichtum des Bologneser Dialekts entstehen die Titel vieler Modelle: „Buccia“, „Busso“, „Cinno“, „Fanali“ und „Fanga“ sind Beispiele für idiomatische Ausdrücke Bolognas und bestimmen die Brillennamen der ersten Kollektionen.
Als „ästhetische Landkarte“ konzipiert, umfasst „The Four“ vier Korrektionsmodelle und vier Sonnenbrillen, die jeweils in vier Farbtönen erhältlich sind.
Talla Eyewear kombiniert dabei den Hollywood-Glamour mit der legeren italienischen Sprezzatura. Geboren in Bologna, geformt in Hongkong und geschaffen in Paris, ist das Label ein visueller Dialog zwischen diesen drei so unterschiedlichen Metropolen. Jede mit ihrem eigenen Rhythmus und unendlichen Perspektiven, konnte sich eine visuelle Signatur formen, die eben bewusst nicht auf eine einzige Kultur beschränkt bleibe. Im Vordergrund stehe dabei eine kaum einzuordnende Identität, die sich um den italienischen Instinkt, die Energie seines aktuellen Wohnorts Hongkongs und die Pariser Eleganz drehe. Diese urbanen Blickwinkel unterstreichen dazu auch seine handwerklich-philosophische Arbeitsweise. Eine Fassung sei für ihn kein neutrales Accessoire, sondern ein Objekt, das von Begegnungen, Reisen und kulturellen Einflüssen geprägt ist. Das unterstreicht Gualandi auch mit der neuesten Talla-Kollektion „The Four“. Diese ist inspiriert von den vier Himmelsrichtungen — Norden, Süden, Osten und Westen — und symbolisiere gleichermaßen Orientierung, Balance und Flucht. Als „ästhetische Landkarte“ konzipiert, umfasst die Kollektion je vier optische Fassungen und Sonnenbrillen, die jeweils in vier Farbtönen erhältlich sind.
Jedes Modell hat vier genietete Punkte auf der Vorderseite, die ein dezentes, aber markantes grafisches Zeichen darstellen.
Jedes Modell ist durch vier genietete Punkte auf der Vorderseite gekennzeichnet, die wie ein dezenter, zugleich markanter grafischer Stempel wirken. Die transparenten Konturen um die Gläser erzeugen dazu einen schwebenden, nahezu schwerelosen Effekt und sollen jedem Rahmen visuelle Leichtigkeit verleihen.Deshalb bevorzugt Gualandi hochdichtes Celluloseacetat (HDCA) aufgrund seiner herausragenden Eigenschaften: Feinheit, Leichtigkeit, Stärke und Flexibilität. Es ist dichter als herkömmliches Acetat und ermöglicht hochpräzises Design, klare Linien und ein angenehmes Tragegefühl.
Das Material, das in der Herstellung vieler Talla-Fassungen verwendet wird, trägt zu einer raffinierten und langlebigen Ästhetik bei. Die meisten Farben wurden speziell entwickelt, um subtile, tiefe und zeitlose Farbtöne zu erzielen, die entsprechend zur Markenidentität passen. Das Material sei keine rein ästhetische Wahl: Es strukturiert, stützt und interagiert mit dem Licht. Jedes Detail wie Nieten, Schnitt und Dicke sei außerdem darauf ausgelegt, die gesamte Balance der Fassung zu gewährleisten. So werde auch die Langlebigkeit erhöht, erklärt der Label-Gründer.
Über die Kollektion hinweg können die Materialien auch wechseln. Neben Acetat kommen zudem immer wieder Stahl oder Titan zum Einsatz. Beides wird bei Bedarf mit gemasertem Leder ergänzt. Das Zusammenspiel der Materialien unterstreiche stets auch die maskuline Eleganz und erzeuge unerwartete visuelle Harmonie. „Ich mag es, zu weben – die Mischung aus Texturen, die Mischung von Herkunft. Die Materialien sind ein Luxus, den ich sorgfältig sortiere und auswähle“, verrät Gianluca Gualandi abschließend. Wie tragfähig dieses Konzept ist, kann man in jedem einzelnen Design sehen. Egal also, aus welcher Himmelsrichtung seine nächsten Brillenkreationen kommen, es dürften längst nicht die letzten gewesen sein.