Nachruf zum Rupp + Hubrach-Unternehmer Günther Hubrach im Alter von 87 Jahren gestorben

Günther Hubrach

Günther Hubrach (1939–2026) prägte die Entwicklung von R+H über Jahrzehnte.

© Rupp + Hubrach

Hubrach, geboren am 18. März 1939, trat im Januar 1966 in das Unternehmen ein. Während sein Geschäftspartner Werner Rupp vor allem für den Vertrieb zuständig war, konzentrierte sich Hubrach auf Produktion und Entwicklung. 1983 übernahmen beide gemeinsam die Geschäftsführung und führten das Unternehmen in den folgenden rund 20 Jahren.

Ein Schwerpunkt von Hubrachs Arbeit lag auf der technischen Weiterentwicklung. Nach Angaben von Rupp + Hubrach investierte er früh in moderne Maschinentechnologien und setzte auf Entwicklungspartnerschaften. Auch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen war ihm wichtig. Dazu gehörten Kooperationen mit dem Fraunhofer-Institut und augenoptischen Hochschulen. Mit dem Unternehmer verbunden ist zudem der Wissenschaftspreis von Rupp + Hubrach. Er gilt als Initiator des 1990 erstmals verliehenen Preises, mit dem wissenschaftliche Leistungen des augenoptischen Nachwuchses auszeichnet werden, und wollte damit die Forschung fördern sowie jungen Talenten eine Plattform geben.

Neben technischen und unternehmerischen Themen spielte für Hubrach auch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden eine wichtige Rolle. Unter seiner Führung wurde die „Konsequente Teamarbeit“ (KTA) eingeführt, bei der Eigenverantwortung, gemeinsames Handeln und eine stärkere Zusammenarbeit über einzelne Aufgabenbereiche hinweg im Fokus stehen. „Günther Hubrach hat sehr vorausschauend gedacht und Entscheidungen getroffen, von denen R+H noch heute profitiert“, sagt Geschäftsführer Christian Pflaum. „Die unter ihm eingeführte ‚Konsequente Teamarbeit‘ prägt weiterhin unser Miteinander. Für seine unternehmerische Weitsicht steht für mich stellvertretend unser Auslandsstandort in Blessington, Irland. Aber auch sein Gestaltungswille und seine Haltung gegenüber den Menschen im Unternehmen bleiben für uns ein wichtiges Vermächtnis“, heißt es weiter. 

2003 zog sich Hubrach gemeinsam mit Werner Rupp aus dem Unternehmen zurück. Die Geschäftsführung und die Mitarbeitenden von Rupp + Hubrach würdigen Hubrach als prägende Persönlichkeit der Unternehmensgeschichte. 

Geschrieben von

Angelika Miller

Angelika Miller

Angelika Miller ist die Online-Fee des DOZ-Verlags und kümmert sie sich um alles Digitale: von Newsletter-Strategien über die Koordination mit dem Social-Media-Team bis zum Relaunch der neuen Verlagswebsite.

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