Masterstudierende teilen Eindrücke Erfahrungsberichte: Zwei Wochen Optometrie-Praxis in den USA
12.05.2026
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Samuel Burkart aus Lörrach vor der Pacific University in den USA.
„Im Rahmen meines Masterstudiums hatte ich die Möglichkeit, zwei Wochen in den USA zu verbringen. Dieser Aufenthalt hat mir in kurzer Zeit einen konkreten Eindruck davon vermittelt, wie internationale Perspektiven die eigene optometrische Arbeit bereichern können", berichtet Samuel Burkart aus Lörrach. „Die erste Woche führte mich in die Region Seattle, wo ich im Rahmen klinischer Hospitationen einen unmittelbaren Einblick in den optometrischen Praxisalltag in den USA gewinnen konnte. Gerade dieser direkte Kontakt zu einem international etablierten Fachumfeld war für mich persönlich besonders wertvoll: die Art, wie Patientinnen und Patienten dort betreut werden, wie klinisch gedacht und entschieden wird und wie selbstverständlich ein ganzheitlicher Blick auf das visuelle System gelebt wird.
„Besonders geprägt hat mich dabei die konsequente Verknüpfung von zervikalem, vestibulärem und visuellem System, die in dieser Selbstverständlichkeit im deutschsprachigen Raum noch selten anzutreffen ist", so Samuel Burkart weiter. Die Woche hat mir nicht nur fachlich neue Türen geöffnet, sondern mich auch in meinem eigenen beruflichen Selbstverständnis weitergebracht. Der Perspektivwechsel in einem anderen Gesundheitssystem zwingt dazu, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen und die eigene Arbeit mit neuen Augen zu betrachten.
Die zweite Woche verbrachte Burkart an der Pacific University in Forest Grove, Oregon, mit Schwerpunkt auf Sportoptometrie und Vision-Training für Sportler. „Hier ist für mich greifbar geworden, welches Potenzial in einer systematischen Verbindung von visueller Leistungsfähigkeit, Reaktionszeit und motorischer Koordination liegt."
Ausprobieren war ausdrücklich erwünscht.
Laura Rohrbach aus Burgistein in der Schweiz berichtet: „Während der zwei Wochen in den USA gewann ich wertvolle Einblicke in klinische Arbeitsabläufe, die Patientenversorgung und die Unterschiede in der optometrischen Praxis im Vergleich zu Europa. Besonders begeistert hat mich die Offenheit der Praktiker und ihre Bereitschaft, ihr Wissen zu teilen. Diese Erfahrung war inspirierend und augenöffnend – sowohl im Hinblick auf das, was in der Optometrie bereits möglich ist, als auch auf das große Potenzial für die Weiterentwicklung des Berufs in Europa. Auch persönlich war es eine bereichernde Zeit, die Kultur und die beeindruckende Landschaft der USA hautnah zu erleben.“
Ihre Kommilitonin Sabrina Gutherz aus Kriens, ebenfalls in der Schweiz, ergänzt: „Der USA-Aufenthalt an der Westküste im Rahmen des Masterstudiengangs Optometrie der Hochschule Aalen war eine einzigartige und unvergessliche Erfahrung. In Bend durften wir spannende Einblicke in drei spezialisierte Kliniken gewinnen – mit Schwerpunkten in Kinderoptometrie, Visualtraining sowie der optometrischen Abklärung bei Schädel-Hirn-Traumata und Gehirnerschütterungen. Anschließend konnten wir an der Pacific University College of Optometry in Forest Grove eine intensive Woche im Bereich Sports Optometry erleben und dort verschiedene Sportler screenen. Die fachlichen Einblicke, der internationale Austausch und die vielen besonderen Begegnungen haben diese Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht.“