Gesellenfreisprechung in Lübeck 143 neue Gesellen in der Hörakustik freigesprochen
09.02.2026
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Die feierliche Gesellenfreisprechung nach Handwerkstradition nahm am 31. Januar 2026 Ines Jonen, Vizepräsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha), vor.
In ihrer Ansprache wandte sich Ines Jonen, Vizepräsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha), an die Gesellinnen und Gesellen: „Sie haben sich für einen erfüllenden Gesundheitsberuf entschieden, der technische Innovation und einfühlsame Beratung vereint.“ Der Berufsalltag werde hohe Sorgfaltspflicht und Empathie erfordern, zugleich aber immer wieder mit dem Moment belohnen, „wenn Sie einem Menschen durch besseres Hören Lebensqualität zurückgeben können“. Die Ergebnisse der Gesellenprüfung im Winter verkündete Luise Flessa, stellvertretende Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses. Die Prüfungsbesten wurden im Rahmen der Freisprechung besonders geehrt.
In seiner Laudatio gratulierte Prof. Dr. Ulrich Hase, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung des Landes Schleswig-Holstein a. D. und Berater für Inklusion der Akademie für Hörakustik, den Gesellinnen und Gesellen zu ihrem anspruchsvollen Ausbildungsabschluss. „Hinter Ihnen liegen drei Jahre duale Ausbildung mit höchsten Ansprüchen. Sie haben sich dieser Herausforderung gestellt, um in einem Hightech-Beruf Menschen zu helfen“, betonte Hase. Hörakustikerinnen und Hörakustiker seien die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik.
Nach Angaben der Innung befinden sich derzeit rund 2.400 Auszubildende in der Ausbildung zum Hörakustiker oder zur Hörakustikerin. In etwa 7.500 Betrieben versorgen rund 18.000 Fachkräfte bundesweit rund 3,7 Millionen schwerhörige Menschen mit Hörsystemen.