GfK-Konsumklimastudie sieht Aufwärtstrend

Erstelldatum: 
26.01.2018 13:34
Autor:
Judith Kern
Schlagworte
Einkaufsstraße
Nachrichtenbild für "konsumklima" von Bayerischer Rundfunk Verbraucher starten optimistisch ins Jahr.
© Matthew Henry/Burst

Die Verbraucher starten optimistisch ins Jahr 2018. Wie die Konsumklimastudie der GfK belegte, zogen die Konjunktur- und die Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung im Januar 2018 an. Für den Februar rechne man daher mit einem weiteren Zuwachs des Konsumklimas, hieß es. Die GfK prognostizierte einen Anstieg gegenüber Januar um 0,2 Zähler auf 11,0.

So legte die Konjunkturerwartung in diesem Januar zum dritten Mal in Folge zu und kletterte von 45,2 Punkten im Dezember 2017 auf 54,4 Punkte. Das sei, so die GfK, mit einem Plus von 9,2 Zählern der höchste Stand seit Februar 2011. Damals wurden 57,1 Punkte gemessen. Die Einkommenserwartung indes stieg im Januar 2018 mit einem Plus von 2,5 Zählern "vergleichsweise moderat" - der Indikator weist 56,8 Punkte auf. Und die Anschaffungsneigung kletterte im Vergleich zum Dezember 2017 um 3,3 Zähler auf 60,4 Punkte.

Auch 2017 kann nach den bislang vorliegenden Daten als ein “überaus gutes Jahr” für den privaten Verbrauch bezeichnet werden. So stiegen die realen privaten Konsumausgaben im vergangenen Jahr um zwei Prozent. Damit wurde die von der GfK Anfang 2017 vorgenommene Prognose von etwa 1,5 Prozent sogar noch übertroffen.

Deutsche Kauflaune erklimmt neues Hoch

Auch wenn die Zeichen für den Konsum auf Zuwachs stehen, so gibt es laut GfK durchaus einige Risikofaktoren, die den Aufwärtstrend bremsen könnten: die US-Handelspolitik, die zähen Brexit-Verhandlungen sowie die innerdeutschen Regierungsverhandlungen und deren Auswirkungen.

Den bis dato vorherrschenden positiven Trend stützen auch die Daten der amtlichen Statistik: So veröffentlichte das Statistische Bundesamt jüngst erste vorläufige Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt für 2017. Demnach wuchs die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr zum achten Mal in Folge. Das Plus beträgt 2,2 Prozent nach 1,9 Prozent im Jahr 2016.