„Beratung sollte individuell und anamnesebasiert sein“ Wellenlängenbereiche in Brillenglasfiltern lassen sich gezielt beeinflussen

Frau probiert Sonnenbrille auf

Natürlich soll eine Sonnenbrille gut aussehen – doch ebenso wichtig ist die Frage, wo diese genutzt wird und wie das Licht dort ist.

© Adobe Stock / Валентина Хруслова

Erstveröffentlichung in der DOZ 06/2026

DOZ: Wie wirken sich unterschiedliche Wellenlängenbereiche des sichtbaren Lichts auf die Signalverarbeitung in Stäbchen und Zapfen aus?

Josefine Dolata: Die unterschiedlichen Wellenlängen des Lichts wirken sich direkt auf die Signalverarbeitung in den Photorezeptoren, den Stäbchen und Zapfen, aus. Beide Photorezeptoren besitzen unterschiedliche spektrale Empfindlichkeiten. Stäbchen sind für das Dämmerungs- und Bewegungssehen zuständig, während die drei Zapfentypen jeweils auf kurz-, mittel- und langwellige Bereiche des Lichts ansprechen und so neben der zentralen Sehschärfe auch das Farbsehen ermöglichen. Kurzwelliges Licht – also bläuliches – führt dabei zu stärkerer Streuung im Auge und kann Blendung sowie eine Reduzierung der Kontrastwahrnehmung verursachen. Spürbar wird das insbesondere bei stärkerer Medientrübung.

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