Sehbeeinträchtigung ist fast nie nur ein Augenproblem Ophthalmologische Rehabilitation – eine Brücke, die Augenoptiker mitbauen

Rehasport Ball

Wurfübungen mit Softball sind Bestandteil des Sport- und Funktionstrainings für (funktional) einäugige Rehabilitanden.

© Kaya Kunert

Erstveröffentlichung in der DOZ 10/2026

Eine Stammkundin Mitte fünfzig kommt zur Brillenneuanpassung. Die Refraktion verläuft routiniert, doch der bestkorrigierte Visus bleibt rechts bei 0,5 stehen, links liegt er bei 0,4. Im Gespräch wird deutlich, dass beim Augenarzt schon vor Jahren ein Glaukom diagnostiziert wurde. Die Kundin berichtet zusätzlich von zunehmender Blendempfindlichkeit auch in Innenräumen und Schwierigkeiten beim Lesen kleiner Schriften – nicht nur privat, sondern auch am Bildschirm während der Arbeit. Eine neue Brille allein wird diese Beschwerden nicht beheben.

Situationen wie diese gehören zum Beratungsalltag, insbesondere bei einer langjährigen Stammkundschaft. Hinter einer Refraktion, die nicht mehr „aufgeht“, steht oft eine fortschreitende Augenerkrankung – und damit eine Versorgungsfrage, die über die Brille hinausgeht. Genau an dieser Schnittstelle kann die ophthalmologische Rehabilitation ansetzen. Augenoptiker sind dabei ein zentraler Baustein, nicht nur als Hilfsmittelversorger, sondern auch als Lotsen vor und nach einem Reha-Aufenthalt.

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