Größere Produktionsstätte in Malaysia Menicon erweitert Produktionskapazitäten und überarbeitet Portfolio für Kontaktlinsen

Produktionsstandort von Menicon

Menicon Malaysia eröffnete im Kulim High-Tech Park einen der weltweit modernsten Produktionsstandorte von Menicon.

© Menicon

Menicon hat in Malaysia eine neue Produktionsstätte eröffnet und zugleich mehrere Neuerungen für individuell gefertigte Kontaktlinsen im Fachhandel angekündigt. Im Fokus stehen der Ausbau der globalen Produktionskapazitäten für Tageslinsen sowie effizientere Abläufe bei Verpackung, Lieferung und Portfolio-Struktur.

Die neue Anlage im Kulim Hi-Tech Park wird von Menicon Malaysia, einer hundertprozentigen Tochter des japanischen Herstellers, betrieben. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 1 Milliarde RM (etwa 215 Millionen Euro, Stand 6. Februar 2026). Die Produktion ist als digital vernetzte Smart Factory organisiert, in der Fertigung, Logistik, Lagerhaltung und Qualitätskontrolle integriert sind. Gefertigt werden Tageskontaktlinsen und zugehörige Komponenten. Der Standort beschäftigt derzeit rund 150 Mitarbeiter, überwiegend aus Malaysia, und setzt auf technische Schulungsprogramme.

Neuer Name, gleiches Produkt

Parallel dazu passt Menicon sein Angebot an individuell gefertigten Kontaktlinsen an. Künftig werden diese statt in Gläschen in Blisterverpackungen ausgeliefert. Die neue Verpackung erleichtert das Öffnen und die Entnahme der Linse und bietet mehr Platz für Produktinformationen. Da nicht passende Linsen nicht mehr zur Gutschrift eingesendet werden müssen, entfallen wiederverschließbare Gläschen. Zudem erfolgt die Lieferung individuell gefertigter Kontaktlinsen künftig direkt vom Produktionsstandort in den Niederlanden an die Fachgeschäfte. Der bisherige Zwischenstopp in der deutschen Logistik entfällt, was die Lieferzeiten verkürzt.

Auch das Portfolio wird neu strukturiert. Menicon bündelt sein Sortiment in einem Kernportfolio mit einheitlicher Markenkennzeichnung. Bei vielen Produkten wird der Markenname ergänzt, etwa bei „Menicon Comfort Progressive“ oder „Menicon Omni Symbio BT“. Darüber hinaus werden einzelne Produkte international einheitlich benannt. So werden „Indivisual72“ (DE/AT) und „Menicon Vintage“ (CH) künftig unter „Menicon Vintage“ geführt. „Indivisual“ (DE/AT) und „SiHy74“ (CH) werden zu „Menicon Indivisual“ zusammengeführt. Bezeichnungen wie „Comfort Progressive Inverse“ werden in „Menicon Comfort Progressive Near“ geändert. Die Kontaktlinsen selbst bleiben unverändert in Design, Anpassung, Bestellprozess und Qualität. Ergänzend führt das Unternehmen eine neue visuelle Kennzeichnung der Produktkategorien ein. Jede Kategorie erhält eine eigene Farbe und ein Origami-Symbol zur besseren Orientierung. So wird der rosafarbene Koi den irregulären Hornhäuten zugeteilt, der blaue Schwan den individuellen Weichlinsen, die lilafarbene Eule den Ortho-K-Linsen und die grüne Schildkröte den formstabilen Kontaktlinsen.

Geschrieben von

Lisa meinl

Lisa Meinl

Augenoptikermeisterin

Als Augenoptikermeisterin kennt Lisa Meinl die Branche und bringt dieses Know-how beim DOZ-Verlag ein: ob bei der Suche nach Fachautoren und Fachthemen, neuen Ideen für Fachbücher und den COE Campus.

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