Hauptsache, dem Kunden geht es gut Kontaktlinsen- oder Brillenlösungen bei irregulärer Hornhaut
29.06.2026
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Bei irregulären Hornhäuten ist die Kontaktlinse nicht immer die optimale Versorgung. In manchen Fällen kann eine Brille mit spezialgefertigten Gläsern die bessere Alternative sein.
Erstveröffentlichung in der DOZ 07/2026
Im klinischen Alltag treffen wir häufig auf komplexe Hornhautsituationen, bei denen klassische Lehrbuchlösungen nur begrenzt weiterhelfen. Gerade nach operativen Eingriffen wie Keratoplastiken oder bei ausgeprägten Irregularitäten ist es sinnvoll, verschiedene Versorgungskonzepte nicht gegeneinander auszuspielen, sondern gemeinsam zu betrachten.
Der Kernkonflikt in der Praxis ist dabei weniger die Frage, welche Versorgung den maximalen Visus ermöglicht, sondern vielmehr: Welche Lösung liefert eine ausreichende Sehqualität bei stabiler Verträglichkeit, realistischer Handhabung und einem vertretbaren physiologischen Risiko – insbesondere bei kompromittierter Hornhaut, etwa nach Keratoplastik? Genau diese Fragestellung greift der vorliegende Artikel anhand eines anonymisierten Fallbeispiels auf: Ein Patient mit Status nach beidseitiger Keratoplastik, hohem (teilweise irregulärem) Astigmatismus und dem Wunsch nach einer Alternative zu cornealen formstabilen Kontaktlinsen, bei dem sich letztlich eine sehr gut alltagstaugliche Brillenlösung etablieren ließ.
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