Verantwortung, Triage und Systementlastung Klinische Optometrie in der Primärversorgung
29.09.2026
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Der augenoptische Betrieb ist für viele Menschen die erste Anlaufstelle, um Augenprobleme abklären zu lassen. Doch trotz all der modernen Technik ist das eigene Fachwissen die wichtigste Investition.
Erstveröffentlichung in der DOZ 10/2026
Die ophthalmologische und optometrische Versorgungslandschaft steht vor einschneidenden strukturellen Umbrüchen. Getrieben durch den demografischen Wandel und den damit verbundenen Anstieg altersassoziierter Augenerkrankungen – wie der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), dem Glaukom, der diabetischen Retinopathie und der Katarakt – wächst der Bedarf an hochfrequenten Kontrollen und Diagnostiken kontinuierlich. [1]
Gleichzeitig stehen Gesundheitssysteme im gesamten europäischen Raum vor der Herausforderung, dass fachärztliche Kapazitäten in der Ophthalmologie stark belastet sind, was regional bereits zu spürbaren Engpässen und verlängerten Wartezeiten führt. [2,3] Vor diesem Hintergrund gewinnen integrative Versorgungsmodelle an Relevanz, in denen qualifizierte nicht-ärztliche Gesundheitsberufe gezielt eingebunden werden, um eine effiziente, niederschwellige und qualitativ hochwertige Erstversorgung sicherzustellen. [4,5]
Die klinische Optometrie nimmt hierbei eine Schlüsselstellung ein: Sie unterzieht sich einem kontinuierlichen Wandel vom reinen Handwerk der Sehhilfenanpassung hin zu einer akademisch verankerten Erstversorgungsinstanz (Gatekeeper) im primären Gesundheitssektor. [6,7]
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