Sechsstellige Testzahlen und Tausende Prototypen später Hinter den Kulissen: Rodenstock entwickelt neue phototrope Brillengläser

Rodenstock und Lisa Meinl

Nach dem Interview gab es noch ein gemeinsames Bild der Gesprächsteilnehmer am Rodenstock-Stand auf der Opti (v. l.): Markus Ilmer, Dietmar Uttenweiler, Lisa Meinl und Christoph Traulsen.

© DOZ

Erstveröffentlichung in der DOZ 03/26

DOZ: Die Entwicklung phototroper Brillengläser bei Rodenstock reicht inzwischen über 35 Jahre zurück. Welche technologischen Fortschritte und Änderungen im Entwicklungsansatz sind aus heutiger Sicht besonders prägend für die ColorMaticGläser?
Dr. Dietmar Uttenweiler: Einige. Wenn ich allein meine 23 Jahre im Unternehmen betrachte, liegen Welten zwischen der damaligen und der heutigen Leistungsfähigkeit phototroper Gläser. Ein entscheidender Punkt ist die früh getroffene strategische Entscheidung, ein eigenes phototropes System aufzubauen. Das hat uns erlaubt, eigene Farbstoffe und photochrome Systeme sowie Gläser zu entwickeln, zu designen und zu produzieren. Der eigentliche Durchbruch kam jedoch mit dem systemischen Denken. Ein Farbstoff allein macht noch kein phototropes Brillenglas – erst das Zusammenspiel aus Farbstoff, Glasmaterial, Einbettung und Produktionsprozess ergibt ein funktionierendes System. Durch die enge Verzahnung von Farbstoffund Materialentwicklung – beide Teams arbeiten in München Seite an Seite – konnten wir völlig neue Lösungsräume öffnen.

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