Korrektion von Presbyopie und Keratokonus Hilfe im anspruchsvollem Berufsalltag: Multifokale Freiform-Sklerallinsen

Köche

Dämpfe und Flüssigkeiten, Garzeiten und Sonderwünsche: Ein Koch muss vieles gleichzeitig im Blick behalten. Eine Freiform- Sklerallinse verhalf einem Patienten mit Keratokonus und Presbyopie zu klarer Sicht in allen Entfernungen.

© Adobe Stock / xy

Erstveröffentlicht in der DOZ 05/26

Der Patient – ein Koch, 60 Jahre – stellte sich mit seinen bestehenden Sklerallinsen, die er seit zwei Jahren trägt, zur Neuanpassung vor. Die ursprüngliche medizinische Indikation für Sklerallinsen hatte darin bestanden, die eingeschränkte Sehschärfe in der Ferne aufgrund eines Keratokonus zu verbessern, da mit der Brillenkorrektur nur ein limitierter Fernvisus erreicht worden war. Frühere Anpassversuche mit formstabilen, kornealen Kontaktlinsen hatten nach mehreren Versuchen aufgrund erhöhter Fremdkörper-Sensibilität abgebrochen werden müssen.

Während sich die Presbyopie bei der Erstanpassung noch weitgehend hatte kompensieren lassen, benötigte der Koch zum Zeitpunkt der Neuanpassung bereits eine Lesebrille, um seine Presbyopie vollständig auszugleichen. Allerdings erwies sich das Tragen einer Brille über den Sklerallinsen im Arbeitsalltag als Koch als unpraktisch: Die Brillengläser beschlagen regelmäßig beim Kochen, was die Sicht behindert und die Arbeit erschwert. Zudem schränkt die zusätzliche Brille die Bewegungsfreiheit ein. Beim Termin äußerte der Patient klar seine Wünsche: den Erhalt der Sehschärfe in der Ferne, ein komfortables Tragegefühl der Linse und das Vermeiden einer zusätzlichen Lesebrille.

Da wir im Innsbrucker Augenzentrum Kettenbrücke bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit der multifokalen i-Shape (Appenzeller) gemacht haben, entschied ich mich auch bei diesem anspruchsvollen Fall dafür, Sklerallinsen anzupassen. Der Ablauf der Anpassung enthielt eine einwöchige Tragepause der Kontaktlinsen, um einen möglichst unbelasteten Scan des Corneoskleralprofils durchführen zu können. Der topographische Anteil des Scans wird in Abbildung 2 veranschaulicht, das Corneoskleralprofil in Abbildung 3.

 

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