Weil das Gehirn sehen "will" Für viele Betroffene völlig unbekannt: das Charles-Bonnet-Syndrom
29.06.2026
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Sieht man in blinden Arealen plötzlich Gegenstände oder Menschen, kann das Betroffene verunsichern und am Verstand zweifeln lassen.
Erstveröffentlicht in der DOZ 07|26
Es gibt zahlreiche Erkrankungen des Auges, die zu Gesichtsfeldverlusten führen können. Die Betroffenen sehen in diesen Bereichen normalerweise nichts mehr und beschreiben blinde Flecken oder großflächige dunkle bis schwarze Bereiche. Wenn in diesen blinden Arealen Trugbilder wahrgenommen werden, kann dies am Charles-Bonnet-Syndrom (CBS) liegen. Eine 66-jährige Patientin befindet sich in regelmäßiger augenärztlicher Kontrolle aufgrund einer genetisch gesicherten Retinopathia pigmentosa. Sie erreicht bei moderater Myopie einen Visus cc von rechts 0,4 und links 1,0. Am rechten Auge beschreibt sie am Amsler- Gitter geringe Metamorphopsien, links bestehen keine Auffälligkeiten. Ihr Gesichtsfeld zeigt rechts ein Flintenrohrgesichtsfeld mit zentraler Ausdehnung von etwa 10 Grad, links liegen die Außengrenzen bei knapp 40 Grad.
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