Unzählige Farbkombinationen, aufgedampfte Entspiegelung

Essilor-Werk in Braunschweig: Die Kunst des Veredelns

Rund 65.000 Kunststoffrohlinge warten täglich im Essilor-Werk in Braunschweig darauf, in eine Brillenfassung eingesetzt zu werden. Doch ehe sie ans Augenoptikgeschäft ausgeliefert werden können, durchläuft jedes Brillenglaspaar noch einige Stationen der Produktionsstraße. Manche nehmen dabei die Ausfahrt über die Färberei, andere kürzen ab und fahren schnurstracks in Richtung Entspiegelung. Doch was geschieht eigentlich bei den einzelnen Zwischenstopps der Veredelung?
Brillengläser in der Färberei

Einmal abtauchen bitte: Bis zu zehn Stunden verbringen die Brillengläser im Farbbad.

© Essilor

Beim Essilor-Brillenwerk in Braunschweig herrscht Frauenpower – jedenfalls, wenn man die Färberei betritt. „Zwar gibt es den Mythos, dass Frauen einfach ein besseres Gespür für Farben haben, aber bei uns ist es tatsächlich historisch so gewachsen“, erzählt Katja Bengsch, Produktionsleiterin des Braunschweiger Werks. Allerdings, räumt sie sofort ein, gebe es auch Brillenglasfärbereien, in denen ausschließlich Männer arbeiten würden. Fast schon stolz fügt sie daher an, dass aktuell erstmals auch ein Mann in die Kunst des Brillenglasfärbens in Braunschweig eingeweiht wird. „Er war früher Drucker und kennt sich mit Farben gut aus. Und er hat einen riesigen Spaß dabei“, verrät Bengsch.

Jetzt Digital-Abo abschließen und weiterlesen!
Ihre Vorteile mit DOZ+
  • Alle wichtigen Hintergründe zu den aktuellen Entwicklungen
  • Zugang zu allen DOZ+ Artikeln
  • Alle Ausgaben der DOZ und der Brille & Mode
  • Umfangreiches Heftarchiv (bis 2004)