Verlosung

Erzählen Sie uns Ihre besondere Kundengeschichte?

Welche Geschichten haben Sie aus Ihrem Berufsalltag mit Kundinnen und Kunden zu erzählen? Wir sind gespannt auf Ihre Erlebnisse und freuen uns über die Einsendung Ihrer besonderen Kundengeschichte, die Sie mit der DOZ-Community teilen möchten.
Ein lustiges Beratungsgespräch im Augenoptikgeschäft

Eine Brille sagt viel über einen Menschen aus. Augenoptikerinnen und Augenoptiker erhalten daher oft einen sehr persönlichen Eindruck Ihrer Kundinnen und Kunden. 

© Unsplash / Dean Xavier

Es gibt Menschen und Momente, die vergisst man nicht. Augenoptikerinnen und Augenoptiker, Optometristinnen und Optometristen sind ganz nah an den Menschen und das bei einer guten Kundenbeziehung oft jahrelang. Sicher haben Sie einige Geschichten zu erzählen, die das Leben und die Arbeit mit Menschen eben so schreiben. Lustige, unglaubliche oder vielleicht traurige und schöne Geschichten sammeln sich während der Berufslaufbahn unweigerlich an. Einige von Ihren Erzählungen möchten wir veröffentlichen. Ein Beispiel finden Sie unter diesen Infos weiter unten im Text.

Wir freuen uns, von Ihren Erlebnissen zu erfahren und Ihre Erzählungen mit unserer Leserschaft zu teilen. 

Als Dankeschön verlosen wir unter allen Einsendern einige süße Überraschungen.

Senden Sie Ihre Geschichte bitte als Word-Dokument oder Volltext an:

bengeser@doz-verlag.de

Einsendeschluss ist Mittwoch, 31. August 2022, 00:00 Uhr (MEZ).

Teilnehmen kann jeder, der im augenoptischen Bereich beruflich tätig ist. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ein Beispiel: 

Die letzte Lesebrille

Frau K. war bereits seit vielen Jahren Kundin in unserem Geschäft. Oft kam sie herein, mit ihrem munteren Wesen und scannte unsere Regale nach „neuen Schätzchen“ ab. Sie war Typ kräftige dunkle Farben, dicker Fassungsrand, gerne ausufernd große Formen. Extrovertiert und auffällig mussten ihre Brillen sein. Frau K. selbst war eine dieser Personen, die eine besondere Präsenz besaßen. Nicht laut, sondern Raum erfüllend ohne viel Drumherum. Sie musste nicht viel sagen. Sie lächelte offenherzig und warm. Man fühlte sich in ihrer Nähe immer ein bisschen umarmt. Eines Tages kam sie herein, blasser als sonst, sie hatte in den vergangenen Monaten viel Gewicht verloren. Eine Krebserkrankung, erzählte sie. Ihre Werte haben sich verändert, die Chemo nehme Einfluss. Sie möchte eine neue Lesebrille. „Gerne was schickes“, sagte sie und schaute wie gewohnt über die Regale. Wir fanden etwas, lachten viel. Frau K. war es wichtig, dass wir sie beraten wie immer. Sie wollte keine günstige Variante. Sie wählte ihre Fassung für die nächsten Jahre aus. „Die kann ich dann auch weitertragen, wenn meine Werte sich wieder eingependelt haben“, sagte Frau K. und verließ glücklich unser Geschäft. Als sie die Brille abholte hatte sie bereits eine kleine Tasche mit Sauerstoff dabei, die sie hinter sich herzog wie einen Reisekoffer. Kurze Zeit später sah ich in der Zeitung ihre Todesanzeige. Überschrieben war sie liebevoll mit: „Das Leben muss man tanzen“. Es sind bereits Jahre vergangen, aber ich werde nie diese starke unermüdliche Gelassenheit vergessen, mit der Frau K. mich besuchte. Den Spaß beim Aussuchen der Brille, dem Messen. Ich war immer ein bisschen reicher, wenn sie ging. Eigentlich hat Frau K. mir auch immer etwas mitgegeben, wenn sie kam. Ich half ihr die Welt deutlich zu sehen und sie zeigte mir durch ihre besondere Art, alles ein bisschen leichter zu nehmen. Die Lesebrille hat uns ihre Tochter zurückgebracht. Sie lag bis das Geschäft aufgelöst wurde in einer Holzkiste in unserer Werkstatt.