Multichannel-Konzept

Edel-Optics will Kunden mit Robotern bedienen

Bei Edel-Optics sollen ab dem kommenden Jahr Kunden von Robotern bedient werden. Das meldete jetzt das frühere Start-up, das im November seinen Flagshipstore an der Hamburger Alster eröffnete.
Der neueröffnete Flagshipstore von Edel-Optics am Ballindamm in Hamburg.

Der Flagshipstore von Edel-Optics am Ballindamm 33 in der Hamburg City.

© Edel-Optics

Im gerade erst eröffneten Flagshipstore des Multichannel-Anbieters Edel-Optics in Hamburg können die Kunden jetzt wählen: Möglich seien, hieß es vom Unternehmen, die Bedienung durch einen Augenoptiker oder durch einen Roboter.

Alle Fassungen sind am neuen Standort, der nach neunmonatiger Bauzeit eröffnet wurde, mit RFID-Chips (Engl.: radio-frequency -identification) ausgestattet und digital ansteuerbar. Somit kann der Kunde im Store über ein Tablet eine Brille wählen. Die Fassung wird von Mitarbeitern im Warenlager auf einem Tablett an den Roboter übergeben. Dieser wiederum bringt die Brille dann zu dem iPad im Store, von dem aus sie geordert wurde. Geschäftsführer Dennis Martens sieht in dem computergestützten Verkaufskonzept die Zukunft der Branche: „Die Kunden haben uns von Anfang an im Onlineshop kennengelernt. Jetzt begegnen wir ihnen physisch in den Shops mit kompetenten Fachkräften und einem digitalen Konzept.“ Mit der modernen Beratungs-, Verkaufs- und Lagerkultur müsse man als Augenoptiker "einen großen Schritt auf die Kunden zu und mit ihnen in die digitale Welt gehen", so Martens weiter. Und dieses habe Edel-Optics jetzt am Ballindamm umgesetzt.

Zum Vorzeige-Standort an der Binnenalster gehört demnach neben einem klassischen Commercial-Store und einer Luxusboutique auch ein Logistikzentrum. Ab dem ersten Quartal des kommenden Jahres sollen hier zusätzlich zu den Service-Robotern im Store auch Lagerroboter die 250.000 Korrektions-, Sonnen- und Sportbrillen verwalten - zusammen mit 30 Mitarbeitern. In das Flagshipobjekt Ballindamm investierte Edel-Optics mehr als drei Millionen Euro.