Nach dem Verkauf an die Viehoff-Gruppe Avermann Contactlinsen: „Wir hatten das Gefühl, unser Kind in gute Hände zu geben“
30.03.2026
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Zufriedene Gesichter und positiver Blick in die Zukunft: (v. l.) Christian Wiesner, Carsten und Frederike Avermann sowie Johannes Kleikamp beim Besuch der DOZ in Dortmund.
Erstveröffentlichung in der DOZ 04/26
Es hätte auch Ostdeutschland werden können. Sehr wahrscheinlich sogar – wären da nicht ungeklärte Eigentumsfragen bei passenden Immobilien in den neuen Bundesländern gewesen. Doch das Schicksal wollte es anders. Als das Ehepaar Friederike und Carsten Avermann Mitte der 90er Jahre den Entschluss fasste, sich mit einem Kontaktlinseninstitut selbstständig zu machen, lag erst einmal ein leeres Blatt Papier auf dem Tisch – zumindest was den Standort betrifft. Denn der Entschluss, sich ausschließlich auf Kontaktlinsen zu spezialisieren, stand fest. Bei Müller Welt in Stuttgart, bis heute eines der führenden Kontaktlinseninstitute in Deutschland, hatten sich die Avermanns ihre ersten Sporen verdient. Um sich den Traum der Selbstständigkeit zu erfüllen, brauchte es aber die passende Stadt. Mehr als 250.000 Einwohner sollte sie haben, eine gut erreichbare Innenstadtlage war Pflicht. Hinzu kamen harte Faktoren wie Bruttosinlandsprodukt, Anzahl der Augenärzte und Wettbewerbssituation im Großraum. Im Hauptpostamt von Stuttgart besorgten sie sich Faltpläne potenzieller Standorte und in akribischer Arbeit wurde das Feld eingegrenzt. „Wir sind sogar mit dem Fahrrad durch die Städte gefahren, um ein Gefühl für die Umgebung zu bekommen“, blicken Frederike und Carsten Avermann zurück. Letztlich fiel die Wahl auf Dortmund und so eröffneten sie am 4. Oktober 1997 ihr Institut am Ostenhellweg 49 auf damals 90 Quadratmetern – genau in dem Jahr, in dem die Gesundheitsreform der Bundesregierung die Zuschüsse für Brillen und Kontaktlinsen drastisch reduzierte.
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