Wenn Visus 1,0 noch nicht für gutes Sehen reicht Astigmatische Ortho-K-Anpassung: Individuell zum besseren Ergebnis

Spaltlampenuntersuchung

Kontaktlinsenspezialist Danny Köhler bei der Untersuchung einer Patientin. Der vorgestellte Fall zeigt, warum bei einer astigmatischen Ortho-K-Anpassung neben dem Visus auch Hornhauttopographie und subjektive Sehqualität entscheidend sind.

© Danny Köhler

Erstveröffentlichung in der DOZ 11/26.

Die orthokeratologische Versorgung astigmatischer Hornhäute gehört zu den anspruchsvolleren Aufgaben in der Ortho-K-Kontaktlinsenanpassung. Gerade bei höheren kornealen Astigmatismen reicht es nicht aus, ausschließlich die zentrale Abflachung oder den erreichten Tagesvisus zu beurteilen. Entscheidend sind vielmehr die Geometrie der gesamten Behandlungszone, die Zentrierung, die meridionale Druckverteilung und nicht zuletzt die subjektive Sehqualität des Patienten.

Der folgende Fall zeigt exemplarisch, wie eine zunächst objektiv durchaus erfolgreiche Ortho-K-Anpassung durch gezielte Änderungen der Rückflächengeometrie weiter optimiert werden konnte. Besonders interessant war dabei, dass trotz eines Visus von 1,0 nach der ersten Anpassungsphase weiterhin deutliche optische Beschwerden bestanden. Erst die differenzierte Analyse der Topographie und eine Anpassung der meridianspezifischen Linsengeometrie führten zu einem sowohl objektiv als auch subjektiv überzeugenden Ergebnis.

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