Entwicklung aus Deutschland

App als Corona-Schnelltest: Großer Wurf oder faules Ei?

Ein Corona-Test nur anhand einer Bildaufnahme des Auges, mit einer Trefferquote von rund 97 Prozent, kontaktfrei und innerhalb nur weniger Minuten? Das verspricht die Semic GmbH aus Taufkirchen mit ihrer App "Eyescan". Das größte Problem allerdings bei diesen Versprechungen: Bisher gibt es keine (veröffentlichten) wissenschaftlichen Belege, keine medizinische Zertifizierung und daher auch keine Anstalten von offizieller Seite, die App im Kampf gegen die Corona-Pandemie einzusetzen.
Semic Eyescan App

Mit der Semic Eyescan App soll einen Corona-Erkrankungn nur anhand eines Fotos vom Auge innerhalb von fünf Minuten festgestellt werden können.

© Semic RF Electronic GmbH

Mehr noch: Bislang blieben alle Versuche beim Robert-Koch-Institut (RKI) auf die App aufmerksam zu machen, unbeantwortet. Dabei klingt das, was Semic Geschäftsführer Wolfgang Gruber sagt, durchaus vielversprechend und könnte in Kombination mit den Impfungen ein weiterer Gamechanger im Kampf gegen das Virus sein: „Wir können mit der App nicht nur einen aktuelle Corona-Infektion feststellen, sondern rückwirkend auch erkennen, ob in den letzten drei bis sechs Monaten bereits eine Covid-19 Erkrankung vorgelegen hat.“

Doch wie soll der Eyescan im genauen funktionieren, den die 1986 gegründete Firma mit Spezialisierung auf Hoch- und Frequenztechnik sowie KI-basierten Lösungen (SAAS) für die Industrie und den Gesundheitsbereich bereits vor fast einem Jahr entwickelt hat? Grundlage bildet ein Foto eines Auges, das mit einer Kameraempfindlichkeit von mindestens 12 Megapixel aufgenommen wird.

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