Studie: "Geringes Risiko einer Augenübertragung von Covid-19"

Veröffentlichungsdatum: 
27.03.2020
Autor:
Judith Kern
Rubrik
Coronaviras
Offenbar wird das Coronavirus nicht über Tränen übertragen.
© AdobeStock / Feydzhet Shabanov

Dass das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) über Tröpfchen übertragen wird, ist bekannt. Unwahrscheinlich allerdings ist es, dass infizierte Menschen das Virus über Tränen verbreiten. Das ergab jetzt die Studie "Assessing Viral Shedding and Infectivity of Tears in Coronavirus Disease 2019" (Beurteilung des Virusausscheidens und der Infektiosität von Tränen bei der Coronavirus-Krankheit 2019) des Forscherteams  Yu Jun IS, Anderson DE, Zheng Kang AE, Wang L-F, Rao P, Young BE, Lye DC und Agrawal R.

"In unserer Studie haben wir keine Hinweise auf Viren in Tränen gefunden, die wir zu unterschiedlichen Zeiten während des Krankheitsverlauf bei Covid-19-positiven Patienten getestet haben. Daher deutet diese Studie auf eine geringere Wahrscheinlichkeit einer Krankheitsübertragung durch Tränen hin ", sagte Dr. Rupesh Agrawal, ein leitender Augenarzt in Singapur, gegenüber Healio / Ocular Surgical News.

Nach Angaben der American Academy of Optometry wurden bei 17 COVID-19-Patienten zwischen Tag drei und Tag 20 64 Tränenproben der ersten Symptome gesammelt. Weder die Viruskultur noch die reverse Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) konnten das Virus nachweisen. Das weise auf ein geringes Risiko einer Augenübertragung hin, hieß es.