Mehrweg-Versandbehälter von Apollo gewinnt pro-K Award

Veröffentlichungsdatum: 
16.12.2019
Autor:
Ann-Katrin Zellner
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Transportbehälter Apollo Optik nachhaltig grau Huckepacksystem
Die Transportboxen können zusammengeklappt und mit einem Kippsystem verbunden werden.
© Apollo

Um die mehr als 100 Tonnen Abfall an Kartonagen pro Jahr zu vermeiden, entwickelte der Großfilialist Apollo Optik gemeinsam mit Schoeller Allibert ein Mehrweg-Transportverpackungssystem, konkret gesprochen: eine Plastikbox, für den Filialversand. So könne die CO2-Emission um 96 Prozent gesenkt werden, erklärte Apollo. Die Fachjury des pro-K Awards vom Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. fand dies „preisverdächtig“.

Die tägliche Belieferung von nahezu 1.000 Filialen von Apollo Deutschland und Pearle Optik Österreich inklusive der Filialretouren sei ein enormer logistischer Aufwand und der Berg an Verpackungsmüll ein untragbarer Zustand, hieß es von Apollo. Folgerichtig habe man sich auf die Suche nach einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Lösung begeben. „Die bisherigen Mehrwegsysteme funktionierten lediglich als 1:1-Lösungen. Das bedeutet, dass die Empfänger von drei Behältern diese drei auch wieder zurücktransportieren mussten. Ein Umstand, der einen hohen Transportaufwand und erhebliche Kosten mit sich brachte“, erläutert Michael Eckert, Manager Logistic Processes bei Apollo. So entstand die Idee eines „Huckepacksystems“: Die Kunststoff-Behälter lassen sich volumenreduziert zusammenklappen und durch einen Klickmechanismus können zwei leere Behälter als flache Versandeinheit an einen vollen Retourenbehälter angeklippst werden. So haben die Paket- und Kurier-Dienstleister nur ein einziges Paket zu tragen – eine 1:3-Lösung.

„Uns war wichtig, dass das Konzept von A-Z nachhaltig ist und kein zusätzlicher Kunststoffmüll anfällt“, bringt es Michael Eckert auf den Punkt. „Deshalb werden die ausgedienten Behälter und sogar die verwendeten Plomben am Ende über das Logistikzentrum gesammelt und zur Herstellung neuer Boxen verwendet.“ Dies überzeugte auch die elfköpfige Jury des Industrieverbands Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V.. Folgerictig ehrte sie das Konzept mit dem pro-K Award. Er wird seit 1979 für Konsumprodukte aus Kunststoff, welche Innovation, Design und Funktionalität verbinden, verliehen.