Drittes Quartal

Fielmann zieht positive Bilanz

Fielmann bleibt nach einem starken dritten Quartal weiter auf Erholungskurs. Wie der Filialist mitteilte, konnte der Umsatz gegenüber des Vorjahreszeitraumes überholt werden, während der Brillenabsatz gesunken ist. Derweil werde die Vision 2025 weiterhin „entschlossen“ umgesetzt, heißt es aus Hamburg.
Fielmann Filiale

Filiale der Fielmann AG

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Das hanseatische Unternehmen Fielmann kommt weiterhin vergleichsweise gut durch die Corona-Krise. So stieg der Konzernumsatz im dritten Quartal dieses Jahres nach eigenen Angaben um 5,2 Prozent auf 421 Millionen Euro. Im Vorjahr lag dieser noch bei 400,1 Millionen Euro. Gleichzeitig lässt sich im Hinblick auf die Absatzzahlen ein Verlust verzeichnen: Während von Juli bis September 2019 noch 2,06 Millionen Brillen verkauft wurden, sank die Summe nach den aktuellen Zahlen auf 1,98 Millionen. Daraus lässt sich schließen, dass der Stückpreis pro Fassung angehoben wurde und es einen Nachholeffekt bei den medizinisch indizierten Brillen gab. Der Gewinn vor Steuern stieg auf 81,4 Millionen Euro (Vorjahr: 78,5 Mio. Euro), der Nachsteuergewinn auf 57,8 Millionen Euro (Vorjahr: 54,8 Mio. Euro).

Betrachtet man den Gesamtumsatz der ersten drei Quartale dieses Jahres, liegt das Familienunternehmen etwa elf Prozent unter dem Vorjahresniveau. So sank der Außenumsatz von 1,35 Milliarden Euro auf 1,19 Milliarden, der Konzernumsatz lag bis Ende September bei insgesamt 1,03 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,16 Mrd. Euro). Auch die Summe der verkauften Brillen belief sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 5,07 Millionen Fassungen, das entspricht einem Minus von 17 Prozent zum Vorjahr. Zum 30. September 2020 betrieb die Fielmann-Gruppe 783 Niederlassungen (Vorjahr: 770), davon 216 Standorte mit Hörakustik (Vorjahr: 206).

20 Millionen Euro weniger für Vision 2025

Doch die Ergebnisse des Quartalsberichts bestärke die Unternehmensgruppe darin, die Vision 2025 sowie den Ausbau des Filialnetzes und die Digitalisierung weiter fortzuführen, wenn auch mit knapp 20 Millionen Euro Investition weniger als im Vorjahreszeitraum. Bis zum Quartalsende steckte Fielmann 55 Millionen Euro in den Ausbau, im Vorjahr waren es noch 74,4 Millionen.

Der Vorstand zeigte sich zuversichtlich, die erst Ende September angehobene Prognose zu erfüllen. Demnach erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr einen Außenumsatz von mehr als 1,6 Milliarden Euro und einen Konzernumsatz von über 1,4 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag dieser bei 1,76 bzw. 1,52 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern soll nach eigener Einschätzung mehr als 140 Millionen Euro erreichen. „Durch die inzwischen beschlossenen, umgesetzten und möglicherweise noch zu erwartenden Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie kann es zu einer Neueinschätzung für das Gesamtjahr kommen“, so Fielmann.